Nehmen statt geben

Ein geiziger Mann war ins Wasser gefallen. Der Nichtschwimmer rief um Hilfe. Ein Rettungsschwimmer eilt herbei: „Geben Sie mir ihre Hand.“ Doch der ertrinkende presste beide Arme fest an sich. Auf das Stichwort „geben“ war er nicht ansprechbar. Da versuchte es der Retter mit einer anderen Version: „Nehmen Sie meine Hand.“ Jetzt griff der Ertrinkende [...]

Die Poesie-Reform, 1700-1850

Eine Reform der Poesie hatte die Gelehrsamkeit seit dem Aufkommen des Druckwesens eingeklagt, erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts griffen die Reformrufe. Die Gelehrsamkeit adressierte mit ihrem Anteil am Buchmarkt zu Beginn des 18. Jahrhunderts über ein breites Publikumsinteresse. Insbesondere das Rezensionswesen bot sich als Plattform an, Reformwünsche im öffentlichen Interesse zu artikulieren. Der erste [...]

Ein poetischer Kuss

Zart und voller Innigkeit
fühlt sich ein Kuss unter Liebenden an.
Sie entschweben in höhere Sphären
und verlassen Kusslang 
alles  Irdische
um ins Reich
der Wolke Namens „Sieben“
zu gelangen.

Swisspoesia, 13.11.2007

Liebeszitate von Hermann Hesse

 
 
Dass jede Liebe ihre tiefe Tragik hat, ist doch kein Grund nicht mehr zu lieben! 
 
Wir müssen unsere Liebe so frei wie möglich halten, um sie zu jeder Stunde verschenken zu können.
Liebe muss nicht bitten, auch nicht fordern. Liebe muss die Kraft haben, in sich selbst zur Gewissheit zu kommen. Dann wird sie nicht mehr gezogen, sondern zieht. 
 

Die Objekte, [...]

Gedanken zum „Tagebuch eines ungeborenen Kindes“

Im Monat November gedenken viele Christen der Toten. Unter den verstorbenen Seelen befindet sich auch eine unzählbare Schar von Kindern, welche das Licht der Welt nie erblicken durften, weil sie von ihren Eltern unerwünscht waren. Abtreibungen zu verurteilen steht mir als Mensch nicht zu, auch wenn es nicht mit meiner Ethik übereinstimmt.
Mir steht jedoch zu, [...]