Veröffentlicht am 7. November 2009 von swisspoesia
Robert Reinick (1805-1852)
Der Weihnachtsaufzug
Bald kommt die liebe Weihnachtszeit,
worauf die ganze Welt sich freut;
das Land, so weit man sehen kann,
sein Winterkleid hat angetan.
Schlaf überall; es hat die Nacht
die laute Welt zur Ruh gebracht -
kein Sternenlicht, kein grünes Reis,
der Himmel schwarz, die Erde weiß.
Da blinkt von fern ein heller Schein -
was mag das für ein Schimmer sein?
Weit [...]
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Veröffentlicht am 19. Oktober 2009 von swisspoesia
Im Herbste
Seid gegrüßt mit Frühlingswonne,
Blauer Himmel, goldne Sonne!
Drüben auch aus Gartenhallen
Hör´ ich frohe Saiten schallen.
Ahnest du, o Seele wieder
Sanfte, süße Frühlingslieder?
Sieh umher die falben Bäume!
Ach! Es waren holde Träume.
Ludwig Uhland
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Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von swisspoesia
Es ist,
als ob jeder Baum,
auf dem Lande
zu mir spräche:
Heilig, heilig!
Ludwig van Beethoven
Bäume sind Heiligtümmer.
Wer ihnen zuzuhören weiss,
der erfährt die Wahrheit.
Hermann Hesse
Wenn deine Seele krank ist,
dann verbirg dich
wie ein verwundetes Tier in den Wäldern
sie werden dich heilen
Siegfried von Vegesack
Die Seele wird beim Pflastertreten krumm.
Mit Bäumen kann man wie mit Brüdern reden
und tauscht bei Ihnen seine Seele [...]
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Veröffentlicht am 3. Oktober 2009 von swisspoesia
von Annegret Kronenberg
Goldener Oktober
Der goldene Oktober wird zerrissen.
Rücksichtslos zerrt ein scharfer
Wind die bunte Blätterpracht
von den Bäumen und treibt sie
wild vor sich her.
Die Sonne hält sich bedeckt,
mag dem Spiel nicht zuschauen.
Sommerkleider sind vergessen,
ein Schal könnte nützlich sein.
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Veröffentlicht am 29. September 2009 von swisspoesia
Vom Himmel kommt es.
Zum Himmel steigt es.
Und wieder nieder
zur Erde muss es.
Ewig wechselnd.
Seele des Menschen,
wie gleichst Du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
wie gleichst Du dem Wind!
(Johann Wolfgang von Goethe)
WASSER! Du hast weder Geschmack, noch Farbe noch [...]
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Veröffentlicht am 13. September 2009 von swisspoesia
Herbsttag
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.
Wer [...]
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Veröffentlicht am 13. September 2009 von swisspoesia
Die Sonne erneuert sich jeden Tag,
sie hört nicht auf,
ewig neu zu sein.
Heraklit
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Veröffentlicht am 3. August 2009 von swisspoesia
von Annegret Kronenberg
Geliebte Rose,
beide wissen wir,
dass unsere Zeit nicht
ewig währen kann.
Noch verzaubert dein
Duft die Sinne, schenkt
deine anmutige Schönheit
himmlische Wonnen.
Doch am frühen Morgen,
wenn alles noch ruht,
schimmern in deinen Augen Tränen,
und wir wissen beide , warum.
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Veröffentlicht am 28. Juni 2009 von swisspoesia
Die Passionsblume
Grimm durchbohrt von spitzen Nägeln, dorngekrönt das hehre Haupt,
Hing der Heiland an dem Kreuze, schmerzdurchzuckt und trostberaubt;
Höhnend lächeln nur die Juden, wie er leidet heiße Qual,
Einzig eine liebe Blume blickt voll Leid zum Kreuzespfahl.
Und sie rankt sich kühlend, lindernd hoch empor am blut`gen Pfahl,
Rührt Hände, rührt die Lippen ihres Schöpfers voller Qual,
Daß sie länger [...]
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Veröffentlicht am 21. Juni 2009 von swisspoesia
Nach langer Zeit stelle ich wieder einmal eine Übersetzung eines bekannten Liedes der berühmten ägyptischen Sängerin Umm Kultuhm ein. Dr. Mohamed Abdel Aziz hat die wunderbaren Worte dieses Lieder übersetzt und im ersten Band (1997) „Reise durch die Welt der arabischen Poesie“ veröffentlicht.
Das Lied wurde von Ahmad Ramy verfasst:
Du bist die Liebe انت الحب
[...]
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