1. August

Am 1. August feiern wir Schweizer unseren Nationalfeiertag. Die Schweizer sind in diesem Bereich sehr patriotisch. Das ganze Land ist rotweiss geschmückt, mit Fahnen und Lampions. Es findet praktisch in jeder Gemeinde ein Festanlass mit Reden von Politikern oder anderen wichtigen Persönlichkeiten statt. Ein geselliges Zusammesein an diesem Tag, wo wir der Gründung der Eidgenossenschaft im Jahre 1291 gedenken und stolz darauf sind, dass wir ein eigenwilliges, jedoch selbständiges Bergvolk waren und bis heute immer noch sind. Der Grund dafür legten die drei Urkantone, Uri, Schwyz und Unterwalden, welche sich mit dem Rütlischwur zu einem „ewigen Bund“ zusammen geschlossen haben. Dieser lautet wie folgt:

Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Zum Nationalfeiertag oder eben „1.August“ ist natürlich auch immer wieder unsere Nationalhymne ein Thema. Der Schweizerpsalm ist nämlich nicht unbedingt ein Ohrwurm, sondern ein besinnliches und auch literarisch anspruchvolles Werk, welches vier Strophen hat und deshalb erklärt, dass wir Schweizer den Text nicht immer vollständig präsent haben. Daher der Text:

Erste Strophe

Trittst im Morgenrot daher,
Seh’ich dich im Strahlenmeer,
Dich, du Hocherhabener, Herrlicher!
Wenn der Alpenfirn sich rötet,
Betet, freie Schweizer, betet!
Eure fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Zweite Strophe

Kommst im Abendglühn daher,
Find’ich dich im Sternenheer,
Dich, du Menschenfreundlicher, Liebender!
In des Himmels lichten Räumen
Kann ich froh und selig träumen!
Denn die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Dritte Strophe

Ziehst im Nebelflor daher,
Such’ich dich im Wolkenmeer,
Dich, du Unergründlicher, Ewiger!
Aus dem grauen Luftgebilde
Tritt die Sonne klar und milde,
Und die fromme Seele ahnt
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Vierte Strophe

Fährst im wilden Sturm daher,
Bist du selbst uns Hort und Wehr,
Du, allmächtig Waltender, Rettender!
In Gewitternacht und Grauen
Lasst uns kindlich ihm vertrauen!
Ja, die fromme Seele ahnt,
Gott im hehren Vaterland,
Gott, den Herrn, im hehren Vaterland.

Friede beginnt mit einem Lächeln

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Friede beginnt mit einem Lächeln.

Lächle fünfmal am Tag einem Menschen zu,

dem du gar nicht zulächeln willst:

Tue es um des Friedens willen

(Mutter Theresa)

Kalenderspruch zum 26. Juli 2007

Die Geschichte der Seerose

seerose.jpgvon Sylvia Messner

Es lebte einmal ein wunderschönes Mädchen . Es hatte die strahlendsten Augen von Allen. Kurz bevor ihr Geliebter starb , hatten die beiden sich ewige Treue versprochen. Das Mädchen watete ins Wasser , bis es über seinen Kopf zusammenschlug. Als es starb , gebar es viele Kinder. Die treiben noch immer im offenen Teich , bis heute. Sie heißen

S e e r o s en …….


Seerosen, die immer träumen und mit offenen Kelchen das silberne Mondlicht trinken . Vom Wind getrieben , drehen sie sich im Teiche wie Seelen , von Sehnsucht bewegt .

Rosen

 … haben ein erfülltes Leben,

weil sie durch ihr Blühen der Welt

Anmut und Schönheit bringen.

Dom Helder Camara

Kaffeesatz

von

Dr. Mohamed Abdel Aziz

Aus Reise durch die Welt der arabischen Poesie

Band III / Öl ins Feuer

 

Sonnenuntergang

Am Nil

Sass sie vis-à-vis

Von mir

Sie fragte

Liest Du mir

Den Kaffeesatz

Ich nahm

Ihre umgekehrte Tasse

Und sagte

In Deinem Himmel

Sehe ich einen Vogel

Hängend in der Luft

Mit erschöpften Flügel

Verwirrt auf der Suche

Nach einem Boden

Lange gesucht

Aber nichts gefunden

 

Nach der schrecklichen Reise

Nach der geschmacklosen Speise

Nach dem Gefangensein

In der Freiheit

Nach der Unruhe

Und dem unendlichen Streit

Kam die Zeit

Um auf festen Grund

Zu stehen

Und endlich

Auf die Worte des Herzens

Zu hören

 

Deine Echte Liebe

Wird Dich

aus dem Feuer der Verzweiflung

Reissen

Und alle

Verletzungen der Vergangenheit

Werden Dich nicht mehr

Beissen

 

In Deinem Herzen

Wird die Glückseligkeit

Die Enttäuschung ersetzen

Und die Liebe wird

die gefrorenen Gefühle

Wieder freisetzen

 

In Deiner Hörweite

Klingt ein schöner Gesang

Und in Deiner Sehweite

Ist die Sonne im Aufgang 

 

O Liebe, o Liebe

O Liebe, o Liebe, deren Feuerstrahl

mit süsser Verwunderung in die Seele

einfällt, durch den zarten Tau jungen

Verlangens und in der Schönheit blauer

Augen ziert.

 

Euripides (um 480-406 v. Chr.)

Griechischer Dramatiker