Neid

Auch im Orient gibt es Neid wie überall sonst auf der Welt. Von dem blieb auch die grosse ägyptische Sängerin Umm Kulthum nicht verschont. Sie hatte viele Freunde und auch solche, welche ihr ihren Erfolg nicht gönnten oder Angst hatten in ihrem ewigen Schatten zu fristen.

Einer dieser Freunde – ebenfalls ein grosser Sänger Namens Mohamed Abdel Aziz – hat für Sie extra dieses tröstenden Lied „Neid“ komponiert und in Worte gefasst. Es wurde von seinem Namensvetter Dr. Mohamed Abdel Aziz auf sehr einfühlsame Art und Weise übersetzt und nachgedichtet:

Neid

(Mohamed Abdel Aziz)   

Sie haben Gründe

Dich zu beneiden

In Ihrem Himmel

Bist Du der Mond

Und sie sind nur

Kleine Sterne 

In Ihrer Wüste

Bist Du

Eine wunderschöne Sanddüne

Welche die Sonne

Zweimal am Tag küsst!

Und der Mond

Die ganze Himmel umarmt

Uns sie fühlen sich wie

VerlasseneWertlose Steine 

In Ihrer Luft

Bist Du

Der Jasminduft

Und sie fühlen

Ein Dasein

Ohne Zukunft Deine Kunst

Wird von allen beurteilt

Wunderbar

In Deiner Anwesenheit

Fühlen sie sich

In Gefahr

Ihre Schwäche

Können sie nicht verstecken

Und ein Leben mit Dir

Ist für sie nicht vorstellbar 

Deine Schönheit ist für sie

Ein Feuer

Das sie brennt

Sie wollen nicht

Dass man Dich Königin nennt 

Meine Königin

Dein Reich besteht

Nicht nur aus Neider

Der grösste Teil

Deines Volkes liebt Dich

Und ist stolz

Dich als Königin

Auf ewig Zu haben

Advertisements

Ein kleiner Gruss von Frau Holle

Der goldene Herbst gehört seit vorgestern der Vergangenheit an. Die Temperaturen sind massiv gesunken. Wintermäntel, Stiefel, Handschuhe und Wollmützen sind wieder angesagt.

Ein Grund für unsere geschätzte Frau Holle, welche mit ihrem Kissenschüttel Training wieder begonnen hat, sich zu zeigen. In höheren Lagen war sie schon ziemlich erfolgreich. Nun will sie auch das Flachland mit ihren Künsten beglücken. Allerdings sind diese Versuche noch zaghaft. Heute morgen versuchte sie es während einer halben Stunde. Ihre starke Konkurrentin, die Sonne, hatte allerdings etwas dagegen und in einem mystischen Spektakel erzwang mit ganzer Kraft ihrer Wärme und ihrem starken Licht, das Vertreiben der Wolken um dann vom blauen mit kleinen zarten Schäfchenwölkchen ihre ganze Herrlichkeit und Schönheit zu präsentieren.

So ist es bei einem kleinen ersten Gruss von Frau Holle geblieben. Mit dem Ziel uns mitzuteilen, dass sie wieder da sei und Präsenz markiere, wenn auch noch etwas kurz. Denn in der Kürze liegt ja die Würze. Das kurze Tanzintermezzo ihrer Schneeflocken in mystischer Stimmung erfreute diejenigen, welche sich am Samstagmorgen gemütlich um den Frühstückstisch versammelten.

Wie hoch das Flockenbudget (Petrus ist da der Financier) für kommenden Winter aussieht, ist der Autorin bislang nicht bekannt. Sie wird sich erst bei der Bilanz in einigen Monaten offenbaren…. 🙂 

 

 

 

Herbsttag

Herr es ist Zeit. Der Sommer war sehr

gross.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein,

gib ihnen noch zwei südliche Tage,

dränge sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süsse in die den schweren Wein,

 

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines

mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

(Rainer Maria Rilke)

Gedanken über Ramadan und Eid al Fitr

Der islamische Fastenmonat – eine der 5 Säulen des Islams – geht am 12. oder 13. Oktober 2007 je nach Mondstand zu Ende.

Vor Jahren habe ich selbst im Ramadan gefastet und meinen damaligen Mann unterstützt. Es darf von Sonnenauf – bis Sonnenuntergang weder gegessen, getrunken, geraucht, noch sonstigen menschlichen Genüssen nachgegangen werden. Es soll meines Erachtens in diesem Monat eine Solidariät mit allen Menschen stattfinden, welchen es nicht so gut geht. Für ein paar Stunden am Tag sollte es allen mal gleich gehen…

Für mich ist dieser Monat bis heute etwas besonderes geblieben. Ich halte jeweils inne und bin Gott unserem Schöpfer dankbar, dass ich alles habe, was ich zum Leben brauche und darüber habe ich liebe Menschen um mich herum. Zudem lebe ich in einem freien Land, wo Frieden, Wohlstand und Religionsfreiheit herrscht. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt wie es in anderen Ländern aussieht…

 

 

Als ich damals fastete, litt ich nie an Hunger oder Durst. Zudem war ich geistig fitter als wenn ich nicht fastete. Ein zusätzlich schöner Nebeneffekt war auch, dass ich jeweils ein paar überflüssige Pfunde verlor. Ich stellte fest, dass wirklich alles im Kopf abläuft und bin für diese interessante Erfahrung dankbar.

Wie ich schon erwähnt habe, war und ist der Ramadan etwas besonderes. Auch eine schöne Zeit, in denen sich Freunde gegenseitig zum Iftar (Fastenbrechen) einladen und zusammen ein paar schöne Stunden der Gemeinschaft pflegen und miteinander feiern. In Ägypten besuchten wir jeweils die attraktiven Shows mit Buffet in den Nobelhotels, wo unter anderem auch berühmte Bauchtänzerinnen wie Fifi Abdou auftraten. Die Nacht wurde in dieser Zeit zum Tag gemacht.

Jedes Jahr findet das Ganze auch mit dem Eid al Fitr ein Ende. Das Ende des Ramadans wird in Ägypten vom Sheik al Azhar verkündet, wenn die Mondsichel des aufehenden Mondes zum ersten Mal sichtbar wird. Dann steigen überall Parties. Es ist wie bei uns an Weihnachten. Es werden neue Kleider gekauft und Geschenke verteilt, zusammen gefeiert und das kulinarische hat selbstverständlich auch seinen Platz.

Allen muslimischen Besuchern dieses Blog wünsche ich daher

Eid Mubarak wa kull sana taibin

 

Mehr über den Ramadan und den islamischen und geschichtlichen Hintergrund habe ich aus Wikipedia hierherkopiert:

Beginn und Ende des Ramadan

Während das tägliche Gebet (salat / صلاة ‎ / ṣalāt) und die islamische Pilgerfahrt (haddsch / حجّ ‎ / ḥaǧǧ) auf festgelegten Zeiten beruhen, ist der Beginn und das Ende des Fastenmonats Ramadan im islamischen Überlieferungswesen stets widersprüchlich überliefert und diskutiert worden. Den Anfang des Ramadan zeigt die Sichtung (ru’ya / رؤية ‎ / ruʾya) der neuen Mondsichel (hilal) am Ende des letzten Tages/in der letzten Nacht des Vormonats Scha’ban an. Der Grundtypus dieser Traditionen in den kanonischen Hadithsammlungen als Direktive des Propheten lautet:

„Der Monat (besteht aus) 29 (Tagen). Fastet erst, wenn ihr sie (die Mondsichel – hilal) seht, und brecht das Fasten erst, wenn ihr sie (wieder) seht. Und wenn (der Himmel) über euch bedeckt ist, so bestimmt ihn /Var. vervollständigt die Zahl der Scha’ban-Tage/ auf 30 (Tage)“.

Ausschlaggebend für den Beginn bzw. für das Ende des Ramadan ist jeweils die Sichtung der Mondsichel ru’yat al-hilal / رؤية الهلال ‎ / ruʾyatu ʾl-hilāl durch einen oder durch mehrere Zeugen. Umstritten bei der Festlegung des Monatsbeginns ist allerdings die Rolle der Astronomen (munadschdschim) und der Mathematiker (ahl al-ma’rifa bil-hisab) – die es in der frühislamischen Gesellschaft zunächst nicht gab – die später durch Berechnungen (hisab) und ohne Sichtung der Mondsichel den Monatsanfang festzulegen bestrebt waren.

Voraussichtliche Termine:

  • 2007 – erster Tag: 13. September 2007; letzter Tag: 12. Oktober 2007
  • 2008 – erster Tag: 2. September 2008; letzter Tag: 1. Oktober 2008
  • 2009 – erster Tag: 21. August 2009; letzter Tag: 19. September 2009
  • 2010 – erster Tag: 11. August 2010; letzter Tag: 9. September 2010

Die klaren Anweisungen im Koran:

Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein. (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten)“ (Sure 2, Vers 183)

haben zur Klärung des im späten 7. Jahrhundert diskutierten Sachverhalts über den Beginn und das Ende des Fastenmonats nichts beigetragen. Die Festlegung des Ramadanbeginns gibt in der arabisch-islamischen Welt bis in die Gegenwart hinein jedes Jahr Anlass zu kontroversen Diskussionen. Denn der Verzicht auf die Sichtung der neuen Mondsichel als Anfang des Ramadan durch eine astronomische Berechnung führt zwangsläufig zur Ignorierung des prophetischen Gebots: „…fastet erst, wenn ihr sie (die Mondsichel) seht…“ usw.

Der tägliche Fastenbeginn und Fastenabschluss

Das Fasten wird dem Tag, das Fastenbrechen (fitr /iftar) der Nacht zugerechnet, wobei die koranische Direktive:

„…und esst und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!“ (Sure, 2, Vers 187)

ebenfalls einer näheren Klärung bedurfte. Der Koranvers verlangt unmissverständlich den Fastenbeginn bei Morgendämmerung (fadschr). Und zwar dann, wenn die ersten Hell- bzw. Dunkelwerte voneinander zu unterscheiden sind. Eine genauere Klärung erzielte man durch das Heranziehen miteinander vergleichbarer Hadithe in der Traditionsliteratur z. B. mit folgendem Wortlaut: „esst und trinkt, bis Ibn Umm Maktum (zum Gebet – zum salat al-fadschr) ruft“.

In der unmittelbaren Fortsetzung dieses Koranverses wird dann das Ende des täglichen Fastens beschrieben:

Hierauf haltet das Fasten durch bis zur Nacht“ (Sure 2, Vers 187).

Die Diktion der Offenbarung „bis zur Nacht“ ist auch in diesem Fall sowohl von der Koranexegese als auch vom Hadithmaterial näher erörtert worden, weil offensichtlicher Klärungsbedarf bestand. Dass man darunter nicht unbedingt nur den Sonnenuntergang und das Erlöschen des Sonnenlichts verstand, zeigt die überlieferte Sunna des zweiten Kalifen Umar ibn al-Chattab, der erst bei Anbruch der dunklen Nacht das Abendgebet (salat al-maghrib) verrichtete und erst im Anschluss daran das Fasten brach. Gegen diese Auffassung lässt die Tradition Mohammed wie folgt sprechen: „Gott hat gesagt: Am liebsten unter meinen Dienern ist mir, wer am schnellsten das Fasten bricht“.

Die Rechtslehre hatte angesichts der vagen Formulierungen des Korans in Sure 2, Vers 187 einen mehr oder weniger tragfähigen Konsens betreffs des täglichen Fastenbeginns bzw. Fastenendes getroffen. Bei der Schaffung eines einheitliche Ritualvollzuges war der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs bzw. Sonnenuntergangs maßgebend, wobei man die Morgendämmerung – Fastenbeginn – zeitlich aufzuteilen bestrebt war: Morgendämmerung (fadschr) gemäß Koran mit dem ersten aufsteigenden Licht und die „zweite Morgendämmerung“ (al-fadschr al-thani / الفجر الثاني , الفجر الآخر ‎ / al-faǧr al-ṯānī), die Morgendämmerung, die sich als feiner Streifen über den Horizont ausbreitet. Letztere ist dann als Zeitpunkt des täglichen Fastenanfangs kanonisiert worden; sie ist die Morgendämmerung, deren Licht – wie es in der Hadithliteraur heißt – „Häuser und Wege mit Licht erfüllt“.

Mit dieser Festlegung des Fastenbeginns hängt auch die Fixierung des sog. sahur (سحور‎ / saḥūr /„die letzte Mahlzeit vor dem täglichen Fastenbeginn“) im letzten Drittel der Nacht zusammen. Diese Mahlzeit gilt nicht nur als eine gute Überbrückung der bevorstehenden Fastenperiode des kommenden Tages, sondern auch als eine Segenskraft (baraka). Die Engel – so heißt es in vielen Traditionen – werden für einen, der bei Eintritt der ersten Morgendämmerung bei Gott um Verzeihung bittet, genauso Fürbitten einlegen, wie für einen, der den sahur, die letzte Mahlzeit bei Morgendämmerung, einnimmt. Sie ist sogar das Unterscheidungsmerkmal zwischen islamischem Fasten und dem Fasten der „Schriftbesitzer“ – Juden und Christen – somit ein Erkennungszeichen für einen Muslim und eines der Kriterien seiner Religionszugehörigkeit. Folglich gilt diese letzte Mahlzeit in der Rechtslehre als „empfehlenswert“, oder sogar als sunna, die zu befolgen ist. In der Hadithliteratur sind sogar Tendenzen verzeichnet, die das Einnehmen dieser Mahlzeit zur Pflicht zu machen scheinen: „euch ist die Speise des sahur vorgeschrieben“.

Die Pflichten während der Fastenzeit [

Aus dem bereits genannten Koranvers:

„Der Monat Ramadan ist es (oder: (Fastenzeit ist) der Monat Ramadan), in dem der Koran (erstmals) als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und (die einzelnen Koranverse) als klare Beweise der Rechtleitung und der Rettung (?). Wer nun von euch während des Monats anwesend (d. h. nicht unterwegs) ist, soll in ihm fasten …“ (Sure 2, Vers 185)

und in Zusammenhang mit der ebenfalls erwähnten prophetischen Anweisung „Fastet erst, wenn ihr sie (die Mondsichel – hilal) seht, und brecht das Fasten erst, wenn ihr sie (wieder) seht…“ usw. ergibt sich das einmonatige Fasten vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang; der erste Versteil in der Sure 2, Vers 184: „(Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten)“ ist nach einstimmigen Interpretationen der Koranexegese (tafsir) somit Gegenstand der Abrogation und verlor somit seine Bedeutung zugunsten des darauf folgenden Verses: „Wer nun von euch während des Monats anwesend (d. h. nicht unterwegs) ist, soll in ihm fasten ….

Somit ist die Entstehung des Ramadanfastens und der damit verbundenen Verpflichtungen in einem kurzen historischen Prozess zu sehen; die einzelnen Offenbarungsabschnitte samt ihrer inhaltlichen Widersprüche, die teils vom Koran selbst, teils vom Hadith erklärend aufgehoben wurden, stammen – wie angedeutet – aus der frühmedinensischen Zeit der Prophetie aus dem 2. Jahr der Auswanderung (623–624).

Das Fasten im Sinne des Gesetzes ist: Enthaltung (imsak) von das Fasten brechenden Sachen: vom Verzehr jedweder irdischer Substanzen, Speisen und Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr, Menstruation, Trunkenheit, Irrsinn machen das Fasten ungültig. Zum Fasten ist jeder Muslim verpflichtet, der in vollem Besitz seiner Geisteskräfte (‚aqil) volljährig (baligh) und physisch dazu imstande (qadir) ist. Das Fasten eines Nicht-Volljährigen mit Unterscheidungsvermögen (mumayyiz) ist ebenfalls gültig.

Neben diesen praktischen Aspekten der Fastenpflicht gibt es mehrere ethisch-moralische Komponenten, die der Muslim im Ramadan zu beachten hat. Unbedingt zu vermeiden sind üble Nachrede, Verleumdung, Lügen, Beleidigungen aller Art, ferner solche Handlungen, die zwar nicht verboten (expressis verbis) sind, die aber Unachtsamkeit in sich oder bei anderen erregen könnten.

Es war die Aufgabe der islamischen Jurisprudenz in ihren unterschiedlichen Richtungen, die praktischen Regelungen des Fastens festzulegen. Aber schon der Koran ließ Ausnahmen zu:

Und wenn einer krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Versäumten auferlegt). Gott will es euch leicht machen, nicht schwer. Macht darum (durch nachträgliches Fasten) die Zahl (der vorgeschriebenen Fastentage) voll und preiset Gott dafür, dass er euch rechtgeleitet hat! Vielleicht werdet ihr dankbar sein.“ (Sure 2, am Ende des Verses 185).

Schwangere Frauen und Kranke sowie Kinder vor Erreichen der Pubertät sind zum Fasten nicht verpflichtet. Schwangere Frauen und Kranke müssen die versäumten Tage jedoch nach Wegfall der Gründe nachholen.

Das Ende des Ramadanfastens

Mit dem Beginn des neuen Monats Schawwal, den man ebenfalls durch die Sichtung der neuen Mondsichel festlegt, im Zweifelsfalle den Ramadan auf dreißig Tage verlängert, feiert man das Fest des Fastenbrechens (‚id al-fitr / عيد الفطر ‎ / ʿīdu ʾl-fiṭr), auch das kleine Fest genannt (al-‚id as-saghir / العيد الصغير ‎ / al-ʿīdu ṣ-ṣaġīr; im Türkischen küçük bayram oder şeker bayramı). Die Festlichkeiten beginnen mit dem obligatorischen Gemeinschaftsgebet, nachdem man die pflichtmäßige Spende, die Almosensteuer des Fastenbrechens (zakat al-fitr / زكاة الفطر ‎ / zakātu ʾl-fiṭr) spätestens am 1. Schawwal an Bedürftige entrichtet hat. Da dieses Fest der schweren Fastenzeit ein Ende bereitet, wird es über drei Tage fröhlicher und festlicher begangen als das „große“ Opferfest am 10. Tag des Pilgerfahrtmonats.

Verklärter Herbst

Gewaltig endet so das Jahr

mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.

Rund schweigen Wälder wunderbar

und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.

Ihr Abendglocken lang und leise

gebt noch zum Ende frohen Mut.

Ein Vogelzug grüsst auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.

Im Kahn den blauen Fluss hinunter

wie schön das Bild an Bildchen reiht –

das geht in Ruh und Schweigen unter.

(Georg Trakl)