Ein glückliches Jahr 2008

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Das Jahr 2007 gehört in wenigen Stunden der Vergangenheit an und liegt somit bald hinter uns. Schauen wir gespannt ins neue Jahr 2008 hinein.

Hier etwas aus meinem neuen Kalender, welcher jede Woche ein paar interessante und spannende Gedanken und Impulse durchs Jahr hindurch bieten wird:

 

  1. Woche von Arthur Schnetzler

 

Auch der erste Schritt gehört zum Wege.

 

 

Gerade der Anfang fällt oft sehr schwer. Das Ziel liegt in weiter Ferne und der Weg dorthin erscheint unendlich lang. Umso wichtiger ist es, endlich den ersten Schritt zu tun. Ist er vollzogen, bist du bereits auf dem Weg und hast dich ein Stück weit vom Startpunkt entfernt. Die Angst vor dem Beginn ist überwunden. Von nun an fällt jeder Schritt ein wenig leichter.

 

 

 

Allen meinen Besuchern dieses Blog einen guten Rutsch ins neue Jahr!

 

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Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!

Einsam ist jeder Busch und Stein,

kein Baum sieht den andern,

jeder ist allein.

 

 

 

 

Voll von Freunden war mir die Welt,

als noch mein Leben licht war;

nun, da der Nebel fällt,

ist keiner mehr sichtbar.

 

 

 

Wahrlich, keiner ist weise,

der nicht das Dunkel kennt,

das unentrinnbar und leise

von allen ihn trennt.

 

 

 

 

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Seltsam, im Nebel zu wandern!

Leben ist Einsamsein.

Kein Mensch kennt den andern,

jeder ist allein.

 

(Hermann Hesse)

Frohe Weihnachten allen meinen Besuchern

Allen meinen treuen Besucherinnen und Besuchern meines Blogs wünsche ich besinnliche und frohe Weihnachten.

 

Meine Gedanken sind auch bei den Menschen, welche diese Tage alleine oder in Trauer verbringen müssen. Ich wünsche ihnen viel Licht, Wärme und ein Weihnachtswunder der Liebe, dass ihnen Kraft für diese Tage gibt.

Eure Swisspoesia

Der Stil und sein Gewicht

Der Stil ist für das Gewicht, welches an ihm hängt lediglich Mittel zum Zweck. Hat es den Zweck erfüllt oder wurde dem Stil zuviel Gewicht beigemessen, muss sich das Gewicht vom Stil trennen. Der Stil und das Schwergwicht befinden sich nicht mehr in einer für sie kohärenten Situation. Der Stil verliert somit seine Funktion und hat ausgedient. Er ist kein Thema mehr.

Das abtrünnige Schwergewicht – nennen wir es Frucht – übernimmt jedoch im Gegensatz zu seinem früheren Kameraden, dem Stiel, neue Funktionen. Es kann sich dabei nur um eine kurzfristige Aufgabe handeln. Eine Frucht kann als Dekoration auf einem Früchteteller landen um anschliessend verspeist zu werden.

Oder es könnte auch eine längerfristige Sache ins Leben gerufen werden. Eine Frucht hat meistens auch einen Kern oder Stein, welcher in der Regel nicht verspeisst wird. Im günstigen Fall kehrt sie dann in den Kreislauf der Natur zurück. Der Kern oder der Stein bettet sich bei Mutter Erde um sich zu einer neuen Pflanze, Strauch oder Baum zu enwickeln, welche später ebenfalls wieder vorübergehende Stiele – und noch wichtiger – Früchte produziert.

Fazit dieser Geschichte:

Man sollte weniger Wortreich über Sinn entleerte Stilfragen lamentieren Früchte oder Schwergewichte entstehen immer durch sinnvolle Taten und deren Blüten, jedoch nie durch den Sti(e)l und sie bringen es vor allem weiter!

Abschliessend eine Definition über Sti(e)l und Gewicht aus Sicht eines ehemaligen Aushilfslehrers, welcher mir diese in mein Poesiealbum als Tipp fürs Leben geschrieben hat:

„Worte sind bloss Blätter – Taten sind Früchte“

Auf ein Lächeln

Von meiner Kollegin erhalte ich immer wieder lustige Witze aus dem Kirchenblatt der evangelisch reformierten Kirche Zürich. Hier sind wieder einmal drei Witze, die jeweils ein Lächeln auf die Lippen zaubern:

Literatur am Krankenbett

Eine Frau will für einen Kranken ein Buch kaufen. „Etwas Religiöses?“, fragt der Buchändler. „Nein es geht ihm schon besser“, sagt die Kundin.

Unser täglich Coke

Der Marketingchef von Coca-Cola verhandelt mit dem Vatikan. Sein Ziel: Das „Unser Vater“ soll für 20’000 Dollar umgeschrieben werden. Statt „Unser täglich Brot“ soll es heissen: „Unser täglich Coke gib uns heute.“ Der Vatikan-Sekretär lehnt ab. Auch Gebote von 200’000 und 500’00 Dollar fechten den prinzipienfesten Kirchenmann nicht an. Bei 10 Millionen aber zögert er und ruft den Papst an: „Chef, wie lange läuft der Vertrag mit der Bäcker-Gewerkschaft noch?“

Kellner Moses

Im koscheren Restaurant hängt ein Bild von Moses mit Prophetenbat im Schaufenster. Der Kellner aber ist glatt rasiert, was nach jüdisch-orthodoxer Lehre verboten ist. Misstrauisch fragt der fromme, jüdische Gast: „Ist das hier wirklich alles koscher?“ – „Natürlich , sehen Sie nicht das Bild von Moses im Fenster hängen?“ sagt der Kellner. Der schlagfertige Gast kontert: „Offen gestanden: Wenn Ihr Konterfei im Fenster hängen und Moses servieren würde, hätte ich mehr vertrauen.“ 

Advent

Manches Kinderzimmer wird, sobald es dämmert,

 

eine Schreiner-, Schneider-, Malerwerkstatt und so fort;

 

denn jetzt wird genähnt, gekleistert, und gehämmert…

 

Aber die Erwachsenen haben nichts zu suchen dort!

 

 

Selbst die Eltern werden aus den Paradiesen,

 

auch wenn Farb- und Leimgeruch ins Nebenzimmer dringt,

 

möglichst liebevoll, doch streng hinausgewiesen,

 

weil man sein Geheimnis wahren möchte – unbedingt!

 

 

Hinter Türen und geschlossenen Fensterläden

 

wird aus bunten Winzigkeiten eine Wunderwelt

 

und aus Tannenreis und Gold- und Silberfäden

 

die von Hand gemachte Weihnachtskrippe hergestellt…

 

 

Schöner, strahlender und reicher als das Tännchen

 

und als alle übrigen Geschenke ist vielleicht

 

jener stolz-verschämte Blick der Heinzelmännchen,

 

wenn uns jedes lächelnd seine Gabe überreicht!

 

(Fridolin Tschudi)

Keiner blickt dir hinter das Gesicht

(Fassung für Beherzte)

von Erich Kästner

Niemand weiss, wie arm du bist…

Deine Nachbarn haben selbst zu klagen.

Und sie haben keine Zeit zu fragen,

wie den dir zumute ist.

Ausserdem – würd’st du es ihnen sagen?

Lächelnd legst du Leid und Last,

um sie nicht zu sehen, auf den Rücken.

Doch sie drücken, und du musst dich bücken,

bis du ausgelächelt hast.

Und das Beste wären ein Paar Krücken.

Manchmal schaut dich einer an,

bis du glaubst, dass er dich trösten werde.

Doch dann senkt er seinen Kopf zur Erde,

weil er dich nicht trösten kann.

Und läuft weiter mit der grossen Herde.

Sei trotzdem kein Pessimist,

sondern lächle, wenn man mit dir spricht.

Keiner blickt dir hinter das Gesicht.

Keiner weiss, wie arm du bist…

(Und zum Glück weisst du es selber nicht.)