Die Sommerzeit hat begonnen….

Heute morgen um 02.00 Uhr sind die Uhren in Mitteleuropa um eine Stunde vorgestellt worden. Somit befinden wir uns in der Sommerzeit 2008.

Die Sommerzeit ist die im Sommerhalbjahr meist um eine Stunde vorgestellte UhrzeitZeitzone. Die Kurzbezeichnung hierfür in Mitteleuropa ist MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit), auf englisch CEST (britisch: Central European Summer Time) bzw. CET DST (amerikanisch: Central European Time/Daylight Saving Time). einer

Der offizielle Ausdruck für die umgangssprachliche Winterzeit lautet Normalzeit. Denn nur die Sommerzeit stellt mit ihrer Verschiebung zur „normalen Zeit“ eine Besonderheit dar und wird deshalb offiziell als solche bezeichnet, auch wenn sie inzwischen den größeren Anteil des Kalenderjahres einnimmt.

Die Geschichte und wie die Idee entstand

Im Jahre 1784 schrieb der amerikanische Präsident Benjamin Franklin einen Brief an die Herausgeber einer Pariser Zeitschrift in welchem er die Idee einer jährlichen Zeitumstellung erwähnte. Der Text hatte einen solch humorvoll Charakter, dass es nicht ganz klar war, ob es sich tatsächlich um einen ernsthaften Vorschlag handelte.

1907 wurde die Idee erstmals von William Willett vorgeschlagen. Die britische Regierung liess sich trotz Lobbyarbeit nicht zur Einführung der Sommerzeit bewegen.

In Deutschland wurde die Zeitumstellung erstmals am 30. April 1916, in Österreich-Ungarn und im selben Jahr noch Irland. Die Iren fanden für die Zeitumstellung folgenden Namen: „Daylight Saving Time“ (wortwörtlich übersetzt: „tageslichtsparendene Zeit“), sie beschreibt den Zweck die Stundenzahl mit nutzbaren Tageslicht zu vergrössern. 1941 und 1942 galt in der Schweiz die Sommerzeit von Anfang Mai bis Anfang Oktober.

Im Jahre 1975 bschlossen die meisten Länder der damaligen Europäischen Gemeinschaft die Wiedereinfühung der Zeitumstellun von der Normalzeit auf die Sommerzeit. Die Umsetzung erfolgte 1977. Auch die Schweiz war damals dabei. Die Bauern wehrten sichallerdings gegen diesen Beschluss und ergriffen mit Sammeln von Unterschrieften das Referendum. Am 28. Mai 1978 – vor 30 Jahren also, wurde das Sommerzeit-Gesetz in der Volksabstimmung deutlich verworfen. Somit mutierte die Schweiz im Sommer 1980 zu einer „MEZ-Zeitinsel“ inmitten sommerzeitführenden Länder.

Persönlich errinnere ich mich noch ganz gut und gerne an diesen Sommer, wo ich dann die Filme und Sendungen im Fernsehen etwas früher sehen konnte als normal und die es wurde nicht zu spät 🙂

Allerdings verstiess der damalige Bundesrat und das schweizerische Parlament gegen die schweizerische Demokratie und verabschiedete entgegen dem Volkswillen am 21. März 1980 das Zeitgesetz. Demnach wurde im kommenden Jahr die Sommerzeit analog den Nachbarstaaten doch noch eingeführt um das bilaterale Zeitchaos welches durch Fahrplänen verursacht wurde zu beseitigen. Eine im Jahre 1982 von Christoph Blocher lancierte Volksabstimmung zur Abschaffung der Sommerzeit kam nicht zustande.

Ende 1994 wurden die unterschiedlichen Sommerzeitregelungen in der Europäischen Union vereinheitlicht. Sie gilt seitem in allen EU-Mitgliedstaaten einschliess ihrer Landesteile, die in der Nähe von Europa liegen, nicht jedoch in jenen, die nicht auf dem Gebiet des Kontinents selbst liegen, zum Beispiel auf den Kanaren und en Azoren.

Die Sommerzeit wurde in Europa nach Ablauf der „Probezeit“ beibehalten. Die Europäische Kommission kam in einem Ende 2007 vorgelegen Bericht zum Schluss, dass die Nachteile der Sommerzeit gegenüber den Vorteilen überwiegen somit alles für eine Fortführung des Zustandes spreche.

Abschliessend wünsche ich allen Blogbesucher/innen eine tolle Sommerzeit, mit vielen schönen, milden und warmen Abenden, wo nun das Grillieren und das gesellige Beisammensein mit Lieben und Freunden wieder in vollen Zügen genossen werden kann!

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