Eid Al-Fitr Mubarak

Gestern Abend hat der diesjährige Fastenmonat Ramadan sein Ende gefunden. Seit heute Nacht grüsst die Mondsichel des zunehmenden Mondes die Erdenbürger und leitet für die islamische Welt das dreitägige Fest EId al Fitr – das Zuckerfest – ein.

Meine Patenkinder  – sie sind Moslems – haben für dieses Fest von der Schule, welche sich in Zürich im Kreis 4 befindet,  heute für dieses Fest frei bekommen. Mich freut diese gelebte und vorbildliche Toleranz gegenüber andersgläubigen Menschen hier in der Schweiz sehr. Es zeigt, dass die Religionsfreiheit respektiert wird und die Ausübung in unserem Land der Schweiz sehr gut funktioniert.

Eid al Fitr ist auch immer Zeit der Geschenke. So haben meine vier Patenkinder von mir einen PC  und einen Flachbildschirm erhalten. Sie benötigen ihn eigentlich für die Schule, doch es sind auch schon viele Computerspiele vorhanden, die nun endlich zur Anwendung gelangen können. Schulfrei haben sie ja heute und sind somit den ganzen Tag beschäftigt. So kann ihre Mutter das Festmahl für heute Abend ungestört und in Ruhe vorbereiten 😉 Es ist so etwas wie islamische Weihnacht….

Allen Besuchern meines Blog islamischen Glaubens wünsche ich

Eid Mubark wa kull sana taibin! Ein gesegnetes und friedliches Fest!

Dies Universum ist ein Lehrhaus wunderbar

Dies Universum ist ein Lehrhaus wunderbar

Unzähl´ger Sterne Schar am hohen Himmel steht,
Wenn ihr vergleicht- die Erd ihr kaum als Stäubchen seht.
Wohl tausend Sonnen hell, wohl tausend Monde strahlend,
Fixstern ´millionenfach, und so viel auch Planet´.
Und jede Sonne kreist mit eigenen Trabanten,
dran wiederum ein Schwarm noch von Trabanten geht.
Und jede Sonne strahlt ihr eigne Gnadengaben,
doch des Gefährten Art hat keiner noch erspäht.
Ein jedes endlos kreist ums Zentrum, ruhelos,
die ew´ge Gnade spürt´s, wenn´s um die Achse dreht.
In jedem breiten sich viel tausend Existenzen,
und tausend Welten sind sichtbar in kleinsten Beet.
Aus jedem Wesen quillt ein tausendfaches Neues,
und tausendfache Welt aus jeder Welt entsteht.
Ein jedes Stäubchen trägt besondre Gnadenkräfte,
in jedem Körper die ihm eigne Seele weht.
Es rechnet jede Welt mit andren Daten, Jahren,
in jedem Erdenball auch andre Zeit besteht.
Dies Grenzenlose Meer führt stets zu neuen Meeren,
zum Wirbel hin, da ihr verwirrt am Ufer steht:

Preis Ihm, vor dessen Werk sich der Verstand verwirrt,
Preis Ihm, vor dessen Macht der Weise hilflos wird!

Ziya Pascha

Dank-Buss-und Bettag / Internationaler Tag des Gebets für den Frieden

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

(Franz von Asissi)

Heute findet in der Schweiz der Eidgenössische Dank- Buss- und Bettag statt. Hierzu Wissenswertes aus Wikipedia:

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag (kurz auch als Bettag bezeichnet) ist in der Schweiz ein staatlich angeordneter überkonfessioneller Feiertag, der von allen christlichen Kirchen und der Israelischen Kultusgemeinde gefeiert wird.

Er wird fast in der ganzen Schweiz jeweils am dritten Sonntag im September begangen, lediglich der Kanton Genf begeht stattdessen den Genfer Bettag als arbeitsfreien Feiertag am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im September.

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist ein hoher Feiertag entsprechend Karfreitag, Ostersonntag oder Weihnachten. Bis 2000 waren z. B. in Zürich Schiessübungen, Sport- und Tanzveranstaltungen jeder Art untersagt, Ausstellungen, Museen und Kinos blieben geschlossen. Heute sind Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gestattet, nichtkommerzielle Ausstellungen und Museen geöffnet – Schiessübungen und öffentliche Versammlungen nicht-religiöser Natur sind jedoch immer noch nicht erlaubt.

Geschichte

Buss- und Bettage hatten in der Schweiz seit dem Spätmittelalter Tradition und wurden auch von Eidgenössischen Tagsatzungen angeordnet. Oft wurden in Notzeiten wöchentliche oder monatliche Fasttage von den Behörden vorgeschrieben. Beispiele dafür sind

Ein erster gemeinsamer Dank- und Bettag der reformierten Kantone fand 1619 nach der Synode von Dordrecht statt, um für die Einheit der Reformierten zu danken. Ab 1639, nach der Ermordung von Jürg Jenatsch, wurde der Bettag jährlich aus Dankbarkeit wiederholt, weil die Schweiz vom Dreissigjährigen Krieg verschont geblieben war.

1643 führten auch die katholischen Kantone einen gemeinsamen Bettag ein, dessen Datum jedoch nicht mit dem der reformierten Kantone identisch war.

Während der Aufklärung trat die Bedeutung dieser Bettage zurück.

Am 17. September 1797 wurde unter dem Eindruck der Französischen Revolution erstmals ein gemeinsamer Bettag der katholischen und reformierten Kantone abgehalten, im nächsten Jahr gab die Zentralregierung der Helvetischen Republik ein Bettagsmandat für das ganze Land heraus.

1832 beschloss die Tagsatzung, dass der Bettag am dritten Sonntag im September gefeiert werden soll. Graubünden hielt sich bis 1848 nicht daran und beging ihn am 2. Donnerstag im November. Zum Bettag wurde von den staatlichen Behörden jeweils ein Bettagsmandat herausgegeben, in dem die Behörden den Bettag anordneten und jeweils aktuell begründeten. Diese Bettagsmandate der Stadt Zürich wurden seinerzeit von Staatsschreiber Gottfried Keller verfasst.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Bettagsmandate nach und nach durch Texte der Kirchen ersetzt, aber es gibt auch heute noch offizielle behördliche Texte zum Bettag.

In der reformierten Kirche ist der Bettag seit der französischen Revolution mit einer Abendmahlsfeier verbunden.

Die katholischen Bischöfe gaben 1886 in einem Hirtenbrief eine verbindliche Ordnung heraus.

Seit dem zweiten vatikanischen Konzil wird der Bettag als ökumenisches Fest gefeiert, wobei sich besonders die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dafür engagiert. An einigen Orten finden auch interreligiöse Feiern statt.

Wenn wir sehen, wie es in gewissen Regionen der Welt zu und her geht, kann man sich glücklich und dankbar schätzen, dass wir in der Schweiz – einem wundervollen und tollen Land leben dürfen. Hier herrscht Frieden, Wohlstand und politische Stabilität. (Auch wenn wir mit unseren Politikern und Parteien nicht immer ganz einverstanden sind).

Persönlich finde ich diesen besinnlichen Tag sehr wertvoll. Es regt zum Nachdenken an. Und blicke ich in die grosse Welt hinaus, bin Gott überaus dankbar hier zu sein. Ich kann mich frei bewegen. Darf das machen was mir Spass macht. Gönne mir vieles, wovon viele Menschen in anderen Ländern träumen. Ich kann unbehindert in die Kirche gehen und meine Religion ausüben, ohne dass ich diskrimiert oder dafür bedroht werde. Ich habe eine Arbeit. Wir haben sauberes und vor allem sehr viel Wasser. Gute Luft zum atmen. WIr müssen keine Angst haben, dass unsere Häuser von Hurrikans oder  Tornados ständig wieder zerstören und und und….

Heute findet auch der Internationale Tag des Gebets für den Frieden statt. Es passt im Moment sehr gut. Zurzeit herrscht sehr viel Terror im mittleren und fernen Osten. Eingangs habe ich nochmals das Gebet von Franz von Asissi eingestellt. Letztes Jahr habe ich bereits einen Beitrag zu diesem Tag geschrieben https://swisspoesia.wordpress.com/2007/09/20/friedensgebet-von-franz-von-asissi/.

Dennoch möchte ich einfach alle meine Besucher auf diesem Blog aufrufen, kurz innezuhalten und für den Frieden zu beten. Das Gebet von Franz von Asissi beinnhaltet alles was es dazu braucht.

Ich wünsche allen Besuchern einen besinnlichen und gesegneten Bettag!

Vielen Dank an meine über 100’000 Besucher

Seit heute Nachmittag darf ich über 100’00 Besucher auf diesem Blog zählen!

Vielen Dank allen meinen Besuchern dieses Blog. Es freut mich sehr, dass meine Artikel bei euch allen ankommen.

Allen Besuchern wünsche ich weiterhin viel Spass und Vergnügen!

Zürcher Knabenschiessen

Keine Angst! Es werden in Zürich keine Knaben geschossen. Das Knabenschiessen ist ein Zürcher Volksfest, welches jeweils eine Woche vor Bettag an drei Tagen stattfindet. Das Zürcher Knabenschiessen fand um 1889 zum ersten Mal statt. Bei dem ca. 5000 Knaben im Alter zwischen 13 und 17 Jahren um den Titel „Schützenkönig“ antraten. Teilnahmeberechtigt sind alle Jugendlichen, die im Kanton Zürich wohnen und/oder zur Schule gehen. Das Startgeld beträgt 12 Schweizer Franken und beinhaltet Munition und eine Bratwurst.

Der Schiesswettkampf findet vom Samstag bis Montag statt. Geschossen wird mit dem Sturmgewehr 90 der Schweizer Armee auf eine A-Scheibe mit 6er-Einteilung (5 Schuss). Dabei gibt es für jeden Treffer einen Punkt zusätzlich. Ab 28 Punkten gibt es einen Preis. Erreichen mehrere Schützen 34 oder 35 Punkte, wird der Schützenkönig im Ausstich am Montag ermittelt. Der Schützenkönig oder die Schützenkönigin erhält ein Preisgeld; weitere Schützen in den vorderen Rängen erhalten oft Waren vom Gabentisch.

Früher wurden an diesem nur Knaben zugelassen. Seit 1991 ist diese Bastion von der holden Weiblichkeit gestürmt. Dies mit grossem Erfolg. So sind bereits zweimal – 1997 und 2004 – zwei Mädchen zu Schützenköniginnen gekürt worden. Auch dieses Jahr sieht es nicht schlecht aus! Am heutigen Ausstich dabei ist Katharina Marthaler-Irazabal aus Birmensdorf. Um den Titel kämpfen auch Silja Müller aus Zürich und Janic Mikes aus Rapperswil-Jona SG. Alle drei haben 35 Punkte geschossen. Wer Schützenkönigin oder Schützenkönig wird, steht um 11.30 Uhr fest.

Es gibt Frauen, die nicht schön sind

Es gibt Frauen, die nicht schön sind, sondern nur so aussehen.

Karl Kraus

 

 

 

Dieses Zitat von Karl Kraus bringt es auf den Punkt. Seine Erkenntnis freut. Die Schönheit entsteht durch Ausstrahlung. Dies ist nicht nur bei Frauen der Fall. Jeder Mensch kann schön oder hässlich wirken. Der Gesichtsausdruck macht den Menschen zu dem was er ist. Ein Gesicht sowie der Körper können noch so perfekt geformt und gebaut sein, wenn die Ausstrahlung also der Charme und das Lächeln fehlt und stattdessen böse, gelangweilt, schlecht gelaunt, sowie blassiert dreingeblickt wird, ist die Schönheit dahin. Der Mensch verliert sichtlich an Attraktivität. Darum gibt es „hässliche“ Menschen, die schön sind und „schöne“ Menschen die hässlich sind.

Schönheit kommt von innen… 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lotusblüte

Wahrhaftig, wie beide bilden
Ein kurioses Paar,
Die Liebste ist schwach auf den Beinen,
Der Liebhaber lahm sogar.

Sie ist ein leidendes Kätzchen
Und er ist krank wie ein Hund,
Ich glaube, im Kopfe sind beide
nicht sonderlich gesund.

 
Sie sei eine Lotusblume
Bildet die Liebste sich ein;
Doch er, der blasse Geselle,
vermeint der Mond zu sein.


Die Lotusblume erschließet
Ihr Kelchlein dem Mondenlicht.
Doch statt des befruchtenden Lebens
Empfängt sie nur ein Gedicht.

Heinrich Heine: „Lotusblume“ (1856)