Dank-Buss-und Bettag / Internationaler Tag des Gebets für den Frieden

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe,
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

(Franz von Asissi)

Heute findet in der Schweiz der Eidgenössische Dank- Buss- und Bettag statt. Hierzu Wissenswertes aus Wikipedia:

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag (kurz auch als Bettag bezeichnet) ist in der Schweiz ein staatlich angeordneter überkonfessioneller Feiertag, der von allen christlichen Kirchen und der Israelischen Kultusgemeinde gefeiert wird.

Er wird fast in der ganzen Schweiz jeweils am dritten Sonntag im September begangen, lediglich der Kanton Genf begeht stattdessen den Genfer Bettag als arbeitsfreien Feiertag am Donnerstag nach dem ersten Sonntag im September.

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist ein hoher Feiertag entsprechend Karfreitag, Ostersonntag oder Weihnachten. Bis 2000 waren z. B. in Zürich Schiessübungen, Sport- und Tanzveranstaltungen jeder Art untersagt, Ausstellungen, Museen und Kinos blieben geschlossen. Heute sind Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gestattet, nichtkommerzielle Ausstellungen und Museen geöffnet – Schiessübungen und öffentliche Versammlungen nicht-religiöser Natur sind jedoch immer noch nicht erlaubt.

Geschichte

Buss- und Bettage hatten in der Schweiz seit dem Spätmittelalter Tradition und wurden auch von Eidgenössischen Tagsatzungen angeordnet. Oft wurden in Notzeiten wöchentliche oder monatliche Fasttage von den Behörden vorgeschrieben. Beispiele dafür sind

Ein erster gemeinsamer Dank- und Bettag der reformierten Kantone fand 1619 nach der Synode von Dordrecht statt, um für die Einheit der Reformierten zu danken. Ab 1639, nach der Ermordung von Jürg Jenatsch, wurde der Bettag jährlich aus Dankbarkeit wiederholt, weil die Schweiz vom Dreissigjährigen Krieg verschont geblieben war.

1643 führten auch die katholischen Kantone einen gemeinsamen Bettag ein, dessen Datum jedoch nicht mit dem der reformierten Kantone identisch war.

Während der Aufklärung trat die Bedeutung dieser Bettage zurück.

Am 17. September 1797 wurde unter dem Eindruck der Französischen Revolution erstmals ein gemeinsamer Bettag der katholischen und reformierten Kantone abgehalten, im nächsten Jahr gab die Zentralregierung der Helvetischen Republik ein Bettagsmandat für das ganze Land heraus.

1832 beschloss die Tagsatzung, dass der Bettag am dritten Sonntag im September gefeiert werden soll. Graubünden hielt sich bis 1848 nicht daran und beging ihn am 2. Donnerstag im November. Zum Bettag wurde von den staatlichen Behörden jeweils ein Bettagsmandat herausgegeben, in dem die Behörden den Bettag anordneten und jeweils aktuell begründeten. Diese Bettagsmandate der Stadt Zürich wurden seinerzeit von Staatsschreiber Gottfried Keller verfasst.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden diese Bettagsmandate nach und nach durch Texte der Kirchen ersetzt, aber es gibt auch heute noch offizielle behördliche Texte zum Bettag.

In der reformierten Kirche ist der Bettag seit der französischen Revolution mit einer Abendmahlsfeier verbunden.

Die katholischen Bischöfe gaben 1886 in einem Hirtenbrief eine verbindliche Ordnung heraus.

Seit dem zweiten vatikanischen Konzil wird der Bettag als ökumenisches Fest gefeiert, wobei sich besonders die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen dafür engagiert. An einigen Orten finden auch interreligiöse Feiern statt.

Wenn wir sehen, wie es in gewissen Regionen der Welt zu und her geht, kann man sich glücklich und dankbar schätzen, dass wir in der Schweiz – einem wundervollen und tollen Land leben dürfen. Hier herrscht Frieden, Wohlstand und politische Stabilität. (Auch wenn wir mit unseren Politikern und Parteien nicht immer ganz einverstanden sind).

Persönlich finde ich diesen besinnlichen Tag sehr wertvoll. Es regt zum Nachdenken an. Und blicke ich in die grosse Welt hinaus, bin Gott überaus dankbar hier zu sein. Ich kann mich frei bewegen. Darf das machen was mir Spass macht. Gönne mir vieles, wovon viele Menschen in anderen Ländern träumen. Ich kann unbehindert in die Kirche gehen und meine Religion ausüben, ohne dass ich diskrimiert oder dafür bedroht werde. Ich habe eine Arbeit. Wir haben sauberes und vor allem sehr viel Wasser. Gute Luft zum atmen. WIr müssen keine Angst haben, dass unsere Häuser von Hurrikans oder  Tornados ständig wieder zerstören und und und….

Heute findet auch der Internationale Tag des Gebets für den Frieden statt. Es passt im Moment sehr gut. Zurzeit herrscht sehr viel Terror im mittleren und fernen Osten. Eingangs habe ich nochmals das Gebet von Franz von Asissi eingestellt. Letztes Jahr habe ich bereits einen Beitrag zu diesem Tag geschrieben https://swisspoesia.wordpress.com/2007/09/20/friedensgebet-von-franz-von-asissi/.

Dennoch möchte ich einfach alle meine Besucher auf diesem Blog aufrufen, kurz innezuhalten und für den Frieden zu beten. Das Gebet von Franz von Asissi beinnhaltet alles was es dazu braucht.

Ich wünsche allen Besuchern einen besinnlichen und gesegneten Bettag!

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Eine Antwort

  1. Danke für diesen Eintrag – haben uns soeben inspirieren lassen für unser Feiertagskalender.

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