Monatskalender 2009 – Februar

februar

Februar


Im Fasching schaut der reiche Mann
sich gern ein armes Mädchen an.
Wie zärtlich oft die Liebe war,
wird im November offenbar.

Erich Mühsam

Kalenderspruch für den 1. Februar 2008

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Wenn wir lieben,

erscheinen wir uns selbst ganz anders,

als wir früher gewesen sind.


Blaise Pascal

Zur Erinnerung an Reto Schlumpf *25.10.1960 †23.01.2009

Lieber Reto

Am letzten Freitag hast du diese Welt und uns verlassen. Eine höhere Macht, unser Gott und himmlischer Vater, wollte es so. Die Gründe kennt Gott alleine und sie mögen aus seiner Sicht die Richtigen sein. Wir sind jetzt noch nicht in der Lage dies zu fassen oder zu glauben. Du hinterlässt nicht nur in deiner Familie eine grosse und schmerzliche Lücke. Auch wir, die dich gekannt haben, vermissen dich aufs schmerzlichste.

Du warst in unserer Kirche, der neuapostolischen Gemeinde in Uster ein lieber Glaubensbruder und hast auch das Amt als Priester mit viel Liebe und Engagement getragen. Du warst auch für unseren Chor verantwortlich. Du hast jeweils im Bass in der gleichen Bankreihe – wie ich – mit mir im Gottesdienst Lieder für die Gemeinde vorgetragen. Wenn du vorbereitend vor dem Gottesdienst das Chorliederbuch aufgeschlagen hast, hast du immer allen rundherum mit einem warmen Lächeln die Hand zum Gruss gereicht und einen schönen Gottesdienst gewünscht.

Du warst nicht nur dem Namen nach Chorpriester. Du warst unser Chorpriester. Wenn wir jeweils zu den Proben gegangen sind, hast du draussen im Foyer zusammen mit unserer Dirigentin gestanden und uns alle ausnahmslos freundlich und lächelnd begrüsst. Auch nach der Probe hast du jeden einzelnen verabschiedet. Unsere Geburtstage hast du nie vergessen. Als ein Mitsänger schwer am Herz erkrankt war und lange im Spital bleiben musste, bist du ihm und seiner Gattin zur Seite gestanden und hast den lieben Kranken immer besucht. Zusammen haben wir intensiv für diesen Mitsänger und Glaubensbruder gebet. Er durfte wieder gesund werden und bald wieder mit uns im Chor – im damals schwach besetzten Tenor mitwirken.

Vor kurzem sah ich dich im Auto vom Spital herkommend. Du hast in Begleitung deiner Gattin Jeannine einen Krankenbesuch gemacht und dadurch jemandem dem es nicht gut ging, Freude bereitet. Auch deine Gottesdienste waren immer etwas Besonderes. Sie waren fundiert und man spürte deinen Glauben und deine Liebe zu unserem Herrn Jesus und unserem lieben, himmlischen Vater. Einige Gottesdienste werden für mich unvergessen sein. Einer handelte von Perlen. Und wenn ich so darüber nachdenke, bist du uns auch eine sehr kostbare Perle. Eine Perle die in unseren allen Herzen verankert ist wie in der Muschel. Sie wird durch deinen Wegzug in die Ewigkeit in uns bleiben.

Wir sind sicher, dass es dir gut geht, in der anderen Welt, in die auch wir einmal einziehen werden. Und wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Vielen lieben Dank, für all das Liebe, dass du an uns getan hast. Es waren die viele Kleinigkeiten, die dich und dein Wesen ausmachten und die wir nicht vergessen werden.

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Wenn Liebe eine Leiter wäre,
und Erinnerungen die Stufen,
würden wir hinaufsteigen
umd Dich zu uns zurück zu holen.

Aus unserem Leben bist du gegangen,
in unserem Herzen bleibst du.

Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.

Verfasser unbekannt

Tulpen fröhliche Vorboten des Frühlings

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Diese Tulpen

von Annegret Kronenberg

Diese Tulpen sollen blühen,

blühen für dich allein.

Sie sollen dir Frühlingsboten

aus meinem Herzen sein.

In Köln lernen Juristen ihre Parapraphen via Rapp

Gelesen im Blick am Abend in der Rubrik „Aus Absurdistan“ Ausgabe vom Dienstag, 20. Januar 2009, Zürich

Köln
Yes, Yes yo! „Eigentum, Gesundheit, ein absolutes Recht. Wer das verletzt, dem geht es wirklich schlecht.“ Zehn Strophen rappte Professor Kalus Berger von der Rechtswissenschaftlichen Abteilung der Uni Köln seinen Studenten vor. Inhalt Paragraph 823 aus dem „Bürgerlichen Gesetzbuch“ Nun setzt Berger seinen „Jura-Rapp“ in der Veranstaltung „Lerntechniken für Juristen ein – um seine Studis anzuregen auch unkonventionelle Lernwege zu gehen. Ob es dann als Verteidiger vor dem Richter auch wirkt? „Yo Herr Richter, mein Mandant brach ein/trotzdem, er ist ein armes Schwein/zeitlebens allein/Mutter soff viel Wein/lochen sie den Mann doch nicht gleich ein.
tes.

Eine witzige Idee aus der Stadt mit dem imposanten Dom 🙂
Habe einen Bekannten – ein Rechtswanwalt in Köln. Ob ihm diese Lehrntechnik während seines Studiums wohl auch gefallen hätte? Jedenfalls schaffte er es auch ohne Rapptechnik zu einem erfolgreichen Examen. Sicher ist, er führt seit einigen Jahren erfolgreich eine eigene Anwaltskanzlei in Köln Lindenthal und beantwortet ohne rappen zu müssen auch noch Fragen beim Internetportal „Frag eine Anwalt“

Eine Brücke ist da um sie zu überqueren

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Es ist dämmrig. Die Stimmung ist kalt und eisig. Doch da ist eine Brücke, welche über den kalten Bach führt, welcher noch nicht zu Eis erstarrt ist. Er schlängelt sich in Richtung See durch. Die Bäume rund um den Bach sind von Väterchen Frost eisig verzuckert. Es sieht romantisch aus. Man wähnt sich im Reich der Schneekönigin. Um diesem schönen, faszinierendem, jedoch frostigem Reich zu entrinnen, ist der Transfer über diese Holzbrücke unerlässlich. Sie führt – wenn auch noch nicht gleich sichtbar – ins eigene warme und geborgene Reich der vier Wände.

Betrachtet man das Leben, so geht man auch hin und da durch kalte und unwirtliche Zeiten. Man fühlt sich unverstanden, fühlt sich einsam und mitunter friert man, wenn Liebe nicht vorhanden ist. Ein Glück wenn uns das Leben zu einer Brücke führt. Es ist die Brücke des glücklichen Zufalls. Eine Brücke die durch Liebe erschaffen worden ist. Man überquert voller Hoffnung die Brücke und begibt sich in ein neues Leben voller Perspektiven. Die Zeiten vorher waren im Rückblick äusserst kostbar. Sie zeigte uns das Liebe, Glück und Wohlstand keine Selbstverständlichkeit sind. Sie lassen uns das schätzen, was wir nun haben.

Sollte man sich wieder einmal über die Brücke in die Unwirtlichkeit begeben, gibt uns die schöne Zeit am anderen Ufer den Trost und die Kraft in diesem grauen Reich der Wirrnis zu bestehen um neue Erfahrungen zu sammeln, damit wir uns auf der anderen Seite der Brücke wieder dankbar und glücklich aufwärmen können.

Brücken sind da um sie zu überqueren. Einmal zur Erholung – einmal zur Arbeit.

Kalenderspruch für 11. Januar 2009

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