Monatskalender 2009 – April

kalenderblatt-april

April


Wer Diplomate werden will,
nehm sich ein Muster am April.
Aus heiterm Blau bricht der Orkan,
und niemand hat’s nachher getan.

Erich Mühsam, 1913

April, April Wissenswertes über den 1. April

Morgen ist es wieder soweit. Man sollte an diesem Tag nicht alles glauben, was einem „aufgetischt“ wird. Woher kommt es, dass der 1. April für Scherze herhalten muss und die Leute erheitern soll? Nachfolgend gibt wie immer Wikipedia erschöpfend und interessant darüber Auskunft:

 

Als Aprilscherz bezeichnet man den Braucham 1. April seine Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte (meist spektakuläre) Geschichten/Erzählungen/Informationen hereinzulegen. Zielgruppe sind (oft leichtgläubige) Familienangehörige, Freunde, Arbeitskollegen etc. Vor Auflösung des Schwindels sagt man dann z. B. April April bzw. das war doch nur ein Aprilscherz! Aprilscherze sind in den meisten europäischen Ländern üblich, verbürgt sind sie bereits seit dem 16. Jahrhundert.  Erstmals überliefert ist die Redensart „in den April schicken“ in Deutschland 1618 in Bayern. Mit den Nordamrika. Der Begriff Aprilscherz bürgerte sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein; in Grimms Deutschem Wörterbuch von 1854 ist zwar ist zwar der Aprilsnarr verzeichnet, noch nicht aber der Aprilscherz.

Auch bei Zeitungen, Zeitschriften, Radio- imd Fernsehsendern und bisweilen auch auf Webseiten ist es üblich, die Leser bzw. Hörer durch glaubhaft klingende, erfundene Artikel, in denen aber zumeist übertriebene Details den aufmerksamen Lesern Hinweise auf den fehlenden Wahrheitsgehalt liefern, „in den April zu schicken“.

Ursprünge

Wie es dazu kam, dass der 1. April zum Tag für besondere Scherze wurde, ist bislang unbekannt. Gesichert ist dem Theologen Manfred Becker-Huberti zufolge einzig, dass es schon im Volksglauben der Antike eine Vielzahl von angeblichen Unglückstagen gab (vergl. Freitag der 13.), zu denen regelmäßig auch der 1. April zählte.

Häufig werden auch diese (ungesicherten) Erklärungen angeführt:

  • Auf dem Augsburger Reichstag von 1530 sollte unter anderem das Münzwesen geregelt werden. Aus Zeitgründen kam es jedoch nicht dazu, so dass für den 1. April ein besonderer „Münztag“ ausgeschrieben wurde. Als der 1. April kam, fand dieser Münztag dann doch nicht statt. Zahlreiche Spekulanten, die auf diesen Münztag gesetzt hatten, verloren ihr Geld und wurden auch noch ausgelacht.
  • Angeblich bat an einem 1. April ein sechzehnjähriges Mädchen, dessen Name unbekannt ist, Heinrich IV., König von Frankreich in den Jahren 1589–1610, der sich jungen Damen geneigt zeigte, schriftlich um ein heimliches Rendezwous in einem diskreten Lustschloss. Als Heinrich zu dem Tête-à- tête erschienen sei, habe ihn überraschend der versammelte Hofstaat begrüßt, vorgestanden von seiner Gemahlin Maria von Maria von Medici, welche ihm untertänigst dafür gedankt haben soll, dass er ihrer Einladung zum „Narrenball“ gefolgt sei.
  • Ein weiterer möglicher Ursprung des Brauchs ist auf ein Ereignis während des Achtzigjährigen Krieges in den Niederlanden zurückzuführen. Am 1. April 1572 wurde Brielle als erste holländische Stadt von den Wassergeusen erobert. Dem verhassten spanischen Statthalter Fernando Alvarzet de Toledo, drehte man daraufhin eine Nase“, was sich bis heute in den holländischen Geschichtsbüchern manifestiert: „Op 1 april verloor Alva zijn bril“ (Am 1. April verlor Alba seine Brille!).
  • Der 1. April gilt, je nach Überlieferung, als Geburts- oder Todestag des Judas Ischariot, der Jesuss Christus verraten hatte. Zudem sei der 1. April angeblich der Tag des Einzugs Luzifers und daher ein Unglückstag, an dem man sich besonders vorsehen müsse.
  • Der französische König Karl IX. führte 1564 durch das Edikt von Roussillon eine umfangreiche Kalenderreform durch und verlegte den offiziellen Jahresanfang auf den 1. Januar. In einigen Regionen Frankreichs feierten die Menschen aber – zum Teil aus Unwissenheit – weiter Ende März. Sie sollen als „Aprilnarren“ verspottet worden sein.
  • Auch das bekannte Aprilwetter  („April, April kann tun, was er will…“) wird als Erklärung herangezogen.

Aus Grossvaters Archiv: Geld fälschen ist nicht so billig

kostenexplosion

La crise n’existe pas!

schnee-am-240309-um-6-uhr

Frau Holle hat immer noch genügend Budget Schnee und schüttelte in den frühen Morgenstunden fleissig Schneekissen. So dass die nassen Flocken fröhlich nass zur Erde tanzten und die Welt verzuckerten. Dass seit 1. März der astrologische und seit letzten Freitag, dem 20. März  der astronomische Frühling eingegekehrt ist, interessiert diese fleissige Märchenfrau nicht gross. schnee-am-240309-1

Seit Jahren motzte man über sie und die Grünen wollten sie bereits im Ruhestand wissen. Sie fand dies sehr unfair und das Parteiprogramm der Grünen einfach nur lächerlich. Petrus – ihr Chef – hielt sie einfach sehr knapp. Er war einfach auf Sparflamme eingerichtet. „Schauen Sie Frau Holle, es gibt ein Sprichwort: „Spare in der Zeit so hast du in der Not“.

Wirtschaftlich deutete gegen Ende des letzten Jahres alles darauf hin, dass eine Krise im Anzug ist. „Sehen Sie Frau Holle, nun ist die Krise da“. Die Banken haben versagt und viele sind traurig. Wir stehen vor der Weihnachtszeit und wir wollen es mit der Weltwoche gleich halten: „La crise n’existe pas!“. (Die beiden sind grosse Fans und langjährige Abonnenten dieses Quailitätsblattes) Die Geschäfte sollen spüren, dass „Die Weltwoche“ recht hat. Damit dies auch wirklich funktioniert, müssen wir uns jetzt ins Zeug legen, denn wir haben ja in der guten Zeit gespart.“ Kalte Schneekissen bunkerten schon lange vor sich hin. Nun durfte  Frau Holle am 30. Oktober 2008 zum erstenmal in der neuen Saison, die tolle Qualität testen. Und das Winterstimmungs- und Konjunkturprojekt „La crise n’existe pas!“ lief an.

Ein voller Erfolg! Die Leute freuten sich sehr darüber. Kauften wegen der romantischen Weihnachts- und Winterstimmung die Läden leer, buchten teure Skieferien und erfreuten mit ihrem Konsum die Betreiber und Hoteliers der Wintersportorte. Ein Rekordwinter wurde zur Wirklichkeit: Auch Väterchen Frost gefiel dieses Projekt ganz besonders. Zumal er überhaupt kein Fan von Nationalrat Daniel Vischer und Bastion Girod ist.  Die Buben sollen mich und die Klimaerkältung mal richtig kennen lernen. Für mich gilt: „Es gibt keine Klimaerwärmung“! So schickte er eisige Kälte aus „Old Russian“, damit der Schnee liegenblieb. Ein Wintermärchenärchen wurde wieder mal zur Realität. Es blieb kalt und auf einigen, kleinen Seen bildete sich eine Eisschicht.

Die Euphorie von Frau Holle und Väterchen Frost ist trotz Frühlingsbeginn ungebrochen gross. Väterchen Frost  lies aus lauter Übermut zu Frühlingsanfang nochmals richtig eisig werden. Von Väterchen Frost’s Tun angeregt nahm Frau Holle  aus dem alten Bestand der „Migros Budget“ Flocken ein paar Kissen und schüttelte sie nochmals fröhlich und beschwingt in die frühen Morgenstunden des heutigen Tages und rief dabei laut:

„La crise n’existe pas!“

Und weil ihr mein lobender Blogbeitrag so gut gefällt lässt sie es jetzt am 24. März 2009, um 12.08, in Zürich nochmals so richtig krachen beziehungsweise schneien 🙂

Aus Grossvaters Archiv: Ein gut organisierter Abend

organisiert

Eine gute Idee, welche zur Nachahmung empfohlen ist…. 😉

Heute ist Frühlingsanfang

Wer glaubt Frühling beginnt erst morgen am 21. März 2009 irrt. Die Sache ist komplexer. Dieses Jahr beginnt  der astronomische Frühling bereits am 20. März. Nachfolgend erklärt „Wikipedia“ warum:

 

Der Frühlingsbeginn, also der Anfang der Jahreszeit Frühling, kann entweder astronomisch, meteorologisch oder phänologisch (nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen) bestimmt werden.

Astronomisch wird er durch das Äquinoktium festgelegt. Dieser Zeitpunkt variiert und fällt, abhängig unter anderem vom Abstand zum letzten Schaltjahr, auf der Nordhalbkugel auf den 20. oder 21., selten auch auf den 19. März.

Jahr Astronomischer Frühlingsbeginn
2002 20. März 20:16 MEZ
2003 21. März 2:00 MEZ
2004 20. März 7:47 MEZ
2005 20. März 13:33 MEZ
2006 20. März 19:25 MEZ
2007 21. März 1:07 MEZ
2008 20. März 6:48 MEZ
2009 20. März 12:43 MEZ
2010 20. März 18:32 MEZ
2011 21. März 0:21 MEZ
2012 20. März 6:14 MEZ
2013 20. März 12:02 MEZ
2014 20. März 17:57 MEZ

Meteorologisch liegt der Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel der Erde am Monatsanfang, am 1. März. Der meteorologische Frühlingsbeginn wurde von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization – WMO), einer Unterorganisation der UN, festgelegt. So werden jeweils drei Monate den Jahreszeiten zugeordnet. Dezember, Januar und Februar sind die Wintermonate, der Frühling umfasst – meteorologisch gesehen – die Monate März, April und Mai. Auf diese Weise können Statistiken (wie etwa Monatsmittelwerte) und Klimavergleiche leichter erstellt und verglichen werden.

Phänologisch teilt sich der Frühling in Mitteleuropa in drei Phasen:

Der phänologische Frühlingsbeginn wechselt nicht nur je nach der geografischen Länge und Breite, sondern auch nach der Höhe, nach den großen Klimagebieten und auch je nach kleinräumigen Klimaverhältnissen. So beginnen die einzelnen Frühlingsphasen in geschützten Lagen der Städte oft wesentlich früher als auf freiem Felde.

Der Frühling bewegt sich im Bergland langsam die Hänge hinauf, wobei er an den Südhängen früher als an den Nordhängen ist.

Der Vollfrühling beginnt in Europa im Südwesten Portugals bei Faro Ende Februar und zieht weiter nach Nordosten, wo er etwa am 20. April mit dem Oberrheintal Deutschland erreicht. Danach zieht er im flachen Lande zügig weiter bis nach Finnland, das er Ende Mai erreicht. Er benötigt etwa 90 Tage für die Strecke von etwa 3.600 Kilometer. Er zieht also mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 40 Kilometer pro Tag durch Europa.

Von Jahr zu Jahr wechselt der Zeitpunkt des phänologischen Frühlingbeginns, jedoch scheint sich eine Tendenz abzuzeichnen, dass der Frühling in Europa früher beginnt.

Frühlings Ankunft

Frühlings Ankunft

Grüner Schimmer spielet wieder
Drüben über Wies‘ und Feld.
Frohe Hoffnung senkt sich nieder
Auf die stumme trübe Welt.
Ja, nach langen Winterleiden
Kehrt der Frühling uns zurück,
Will die Welt in Freude kleiden,
Will uns bringen neues Glück.

Seht, ein Schmetterling als Bote
Zieht einher in Frühlingstracht,
Meldet uns, dass alles Tote
Nun zum Leben auferwacht.
Nur die Veilchen schüchtern wagen
Aufzuschau’n zum Sonnenschein;
Ist es doch, als ob sie fragen:
»Sollt‘ es denn schon Frühling sein?«

Seht, wie sich die Lerchen schwingen
In das blaue Himmelszelt!
Wie sie schwirren, wie sie singen
Über uns herab ins Feld!
Alles Leid entflieht auf Erden
Vor des Frühlings Freud‘ und Lust –
Nun, so soll’s auch Frühling werden,
Frühling auch in unsrer Brust!

 

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben  (1798 – 1874)