Süssholzraspeln kann sehr gesund sein

Letztes Jahr besorgte ich mir während meines Ägyptenaufenthaltes Süssholz. Keine Stangen sondern bereits so geschnitten, dass man damit einen Tee aufbrauen kann. Die Idee stammt von der Frau meines ehemaligen Gatten. Sie offerierte mir mal einen Süssholztee. Zuerst war es etwas gewöhnungsSüssholz geschnittenbedürftig, diesen zu trinken und nicht an einer Süssholzstange herumzukauen. Es sei gut für den Magen, sagte sie mir.

Nun goss ich mir gestern Abend zum ersten Mal so einen Tee auf, um ihn  mit ins Büro zu nehmen und zu trinken. Eine gute Idee. Der Tee ist nicht nur für den Magen gut,  sondern wirkt auch noch gegen Erkältungen. Ich huste nämlich schon ziemlich lang herum.

Auf dem Internet machte ich mich mal über diese Pflanze schlau, und für was dieses Naturheilmittel alles so gut ist. Für einmal bediente ich mich bei der Recherche mal nicht bei Wikipedia. Es gibt in diesem Bereich interessantere Seiten als diese. Bei der Website der Apotheke Sommer wurde ich fündig und stellte fest, dass dieses wohlschmeckende Holz für allerlei gut ist:

 

Die Heilpflanze Süßholz – Glyzyrrhiza glabra

Die Süßholzwurzel – Radix Liquiritiae

 Lakritze

Zwischen Tradition und Moderne

 

Die Wirkungen der Süßholzwurzel  waren schon den Ägyptern bekannt. Die Skyther nutzten die wasserretinierende Wirkung, um in der Wüste länger mit dem Wasser auszukommen, Napoleon kaute die Süßholzwurzel wegen seines Magengeschwürs, in Japan wird ein Süßholzextrakt zur Auslösung des Eisprungs angewendet und bei den Chinesen gehört Süßholz zu den zehn wichtigsten Arzneipflanzen.
Andere Studien berichten berichten von einer guten Wirkung bei viralen Infektionen wie Herpes simplex und HIV.
Die Wurzeldroge wurde als Abführ- und Entwässerungsmittel und seit den 40er Jahren gegen Magengeschwüre angewendet. Wirksam ist hier nicht nur die GL sondern auch das krampflösende Liquiritin.

 

Bei Husten

Radix Liquiritiae wirkt bei Husten schleimverflüssigend und Auswurf fördernd aufgrund seines Gehalts an Glycyrrhizinsäure (GL). 

 

 

Weitere Anwendungsgebiete:

 

Leberschutz durch Süßholz

 

In Japan ist die GL seit mehr als 20 Jahren das meistverwendete Leberpräparat, in Russland wird eine Kombination mit einem Salz der GL für chronische Hepatitis verwendet und in Deutschland wies man Ende der 80er Jahre die Wirksamkeit des Lakritz bei Leberzirrhose nach.
Besonders das komplexe Wirkungsspektrum macht die GL zu einem interessanten Leber-Therapeutikum:
Sie hat eine

 
  • antivirale
 
  • Interferon stimulierende
 
  • antiphlogistische und antiinflammatotische
 
  • protektive Wirkung gegen zytotoxische Schädigung und wirkt stabilisierend auf Leberlysosomen.   

 

Neue Studien machen Hoffnung für Patienten, die an Hepatitis C erkrankt sind und nicht auf Interferone ansprechen.

 

Hilfe bei Magenbeschwerden

 

Die gute Wirkung bei Magenbeschwerden macht die Lakritze in der Bevölkerung besonders beliebt. Neue Erkenntnisse belegen den positivien Effekt der GL auf die Prostaglandinsynthese der Magenschleimhaut.
Die spasmolytische Wirkung des Flavonoids Liquiritin und die choleretische sowie entzündungshemmende Wirkung der GL ergänzen diese Effekte. Alles zusammen erklärt die gute Wirkung von Süßholz bzw. Lakritz bei Magengeschwüren.

 

Viruskiller und Immunstimulator

 

Es gibt internationale Dokumentationen über die Wirksamkeit der Süßholzwurzel bei viralen Infektionen wie Herpes Simplex und Varicella-Zoster-Virus sowie beim Hepatitis-B-Virus, japanische Studien belegen die Wirksamkeit bei AIDS.

 

Antiallergische Wirkung

In Japan findet die GL Anwendung bei

 
  • bestimmten allergischen Reaktionen
 
  • als Antidot gegen Diphtherie-, Tetanus-Toxine
 
  • gegen Tetrodotoxin, dem Gift des Kofferfisches.

 

Antikanzerogene Wirkung

 

Studien aus den USA bezeichNen die Wirkung von GL bei verschiedenen Krebsarten wie Darm- und Hautkrebs als gut. Nach Gabe von GL wurde ferner eine reduzierte Proliferationsrate von Melanomzellen beobachtet.

 

 

als Fruchtbarkeitsdroge

 

In Japan wird die Süßholzwurzel zusammen mit der Pfingstrose, die ebenfalls eine aldosteronartige Wirkung besitzt, angewendet, um bei hyperandrogenetischen Frauen und bei Oligomenorrhoe die reguläre Ovulation auszulösen.
Untersuchungen in Japan ergaben, dass diese Drogenkombination bei speziell bei denj Formen von Unfruchtbarkeit wirksam ist, in denen ein erhöhter Testosteronspiegel vorlag.

 

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung

Wasseransammlungen mit leichten Schwellungen, besonders im Bereich von Gesicht und Fußgelenken sind bei längerer Einnahme höherer Dosen möglich.
Die Natriumausscheidung ist verringert, die Kaliumausscheidung erhöht. Eine Erhöhung des Blutdrucks ist ebenfalls möglich. Darum wird eine Anwendungsbeschränkung auf 4 bis 6 Wochen empfohlen.
Inzwischen sind die Glycyrrhizinsäure-Konzentrationen von Lakritz erheblich gesenkt worden. Besonders dänische Salzlakritz-Sorten weisen nach wie vor eine hohe GL-Konzentration auf.
Deshalb ist zu empfehlen, dass Schwangere, Herz- und Blutdruckkranke sowie Diabetiker Lakritz in kleineren Menge zu sich nehmen sollten. 

 

 

Was ist eigentlich Lakritz?

Lakritz ist ein Extrakt aus der Süßholzwurzel. Zur Herstellung des Succus Liquiritiae wird die zerkleinerte Droge mit heißem Wasser extrahiert. Der filtrierten Auszug wird weiter eingedickt und zur Herstellung der Lakritzstangen durch Düsen gepresst.

 

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3 Antworten

  1. Habe diesen post leider erst heute gefunden 🙂 Finde ihn aber gut.
    Daher habe ich mir erlaubt, darauf zu verweisen.
    Hier ist das Ergebnis zu sehen: http://lakritzplanet.wordpress.com/2010/03/04/wissenswertes-rund-um-das-susholz-die-susholzwurzel/

    Schwarzsüßen Gruß in die Schweiz

    Der Lakritzfan

  2. Ach, da fällt mir noch ein: Unten im Text deines posts heißt es, dass Lakritz gepresst wird. Daher gibt es auch Presslakritz (Klassiker: Die Lakritzschnecke)
    Eine weitere Form sind sogenannte Gießlakritz. Da wird die Rohmasse in Mulden aus Maismehl / Stärke gegossen und so in Form gebracht (Klassiker: Das Salino)

    🙂

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