Traditionelle und nostalgische Samichlaus Versli aus der Schweiz

Alle Jahre wieder kommt der Samichlaus und sein Gefährte Schmutzli zusammen mit dem Esel zu den Kindern. Die Kinder lernen auf diesen Tag hin, fleissig ihre Versli, damit sie vom Samichlaus, viele feine Köstlichkeiten aus seinem grossen Sack bekommen. Auch ich lernte seinerzeit auf diesen  Tag hin und übte dies auch mit meinen Patenkindern.

Hier ist eine Auswahl der schönsten und bekanntesten und nostalgischen Samichlausversli:

 

 

  Samichlaus, du liebe Maa
Dichter unbekannt 
 Samichlaus, du liebe Maa,
mues ich jetzt go füre staa?
Gäll du bisch nöd bös mit mir,
weisch ich han ächli Angscht vor dir.
Gfolget hani scho nöd immer,
s‘ git no Sach diä sind schlimmer!

 

Bim Samichlaus
Dichter unbekannt 

 

Es ruusched i de Tanne,
es nachted früeh im Wald.
Oms Samichlaushüüsli
pfyfft d’Byse ysig chalt.

De Samichlaus hed z’dänke,
är tued e länge Schnuuf.
Jetzt luegt är im Kaländer
ond setzt sie Bröllen uf.

Är grochsed, ronzled d’Stirne:
„Jetz han ech aber Zyt!
Vo morn a esch Dezämber,
mi Tag esch nömme wyt.“

Es lüüchted doss am Himmel,
e Stärn fod z’glänzen a.
Är wott em Chlaus cho zönde,
dä muess jetz heiter ha.

 

Es dunklet scho im Tannewald
Rudolf Ziegler 

Es dunklet scho im Tannewald
und schneielet ganz lisli.
Was isch das für es Liechtli det
i säbem chline Hüsli? –
Da isch de Samichlaus deheim
mit sine guete Sache!
Er hät scho s Lämpli azündt
und tuet grad s Kafi mache.

Da pöpperlets am Lädeli,
und s Glöggli ghört er lüte!
Jetz weiss er scho, wer dussen isch
und was das sell bedüte:
s Christchindli chunt na zabig spat,
es wirt en welle stupfe,
er mües de Sack bald füreneh
und sini Finke lupfe!

S Christchindli seit: „Herr Samichlaus,
e schöni Ornig händ er!
De Christtag staht ja vor der Tür –
händ ihr dänn kein Kaländer?
S brucht Wiehnachtsbäum i jedes Hus,
für vili hundert Chinde –
ihr müends im Wald na haue hüt,
de Vollmond sell eu zünde!“

De Samichlaus stellt d Tasse ab:
„Nu nid so gsprängt, Christchindli –
die Bäumli müend gwüss bsorget si,
das hät na Ziit es Stündli.
Ich möchti jetz ämel na in Rueh
min z Abig fertig chäue –
und wänn es Tässli gfellig wär,
so würds mi herzli freue!“

S Christchindli lächlet: „Nu so dänn,
da bini nüd dergäge;
e bitzli öppis Warms tuet guet
uf mine wite Wäge!
Me cha ja dänn na allerlei
abrede und usmache,
was jedes Chind sell übercho
vo dene schöne Sache.“

Si sitzed gmüetli binenandim chline Stübli hine.
De Vollmond zündt d Laternen a
und lueget heimli ine;
er loset lang am Fänsterli
und uf der Hustürschwelle –
wänn er nu besser schwätze chönnt,
er müesst mers gwüss verzelle.

 

Dä Samichlaus
Dichter unbekannt 

Vom Himmel falled d’Flöckli
wie Fäderli lislig-lis
em Samichlaus sis Hüüsli
und d’Tännli sind scho wiiss.
Vo jedem Chind im Dörfli
weiss er alles ganz genau
und mängisch mues er süüfzge –
dänn süffzged s’Eseli au.

Samichlaus
Dichter unbekannt 
Samichlaus du guete Maa
ändlich bisch du wieder da.Chonsch cho luege was ich mache
wie n ich spiele, singe und lache.Tuesch mich lehre s‘ Härz verschänke
au e chli a di andere dänke.Nur so bin ich sälber froh
s‘ Christchind cha zue mer cho.

Sami Niggi Näggi

Dichter unbekannt

Sami Niggi Näggi

hinderem Ofe Stäggi

Gib mer Nuss und Bire

dä chummi hindere füre

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