Muotathaler Wetterfrosch Peter Suter „Sandstrahler“ ist Wetterkönig – Sommer 2011 wird durchzogen

Gestern fand in Ilgau die Generalversammlung der Innerschwyzer Meteorologen statt. Die Voraussagen des ältesten Wetterschmöckers Peter Suter (84) auch „Sandstrahler“ genannt, waren die besten. Er durfte den Wanderpokal entgegennehmen.

Leider sind seine Prognosen nicht so rosa, wie die Blüten eines japanischen Zierkirschenbaums. Laut eines Artikels der Zeitung Bote der Urschweiz, folgt auf das schöne milde Frühlingswetter ein eher rauher Sommer. Die Bise wird bis in den Sommer hinein ziehen und bis Mitte Juli könne man die schönen Tage an einer Hand abzählen. Der Sommer werde wettermässig sehr durchzogen sein, also Sonne und auch Niederschlag. Der Herbst hingegen, werde vieles wieder gut machen.

Sobald die Mitteilungen der Innerschwyer Meteorolgen No. 58 aufgeschalten werden, erfahren wir, was die anderen fünf Wetterschmöcker zum kommenden Wetter im Sommer/Herbst 2011 zu sagen haben. In diesem Sinne geniessen wir die schönen milden Frühlingstage ein bisschen auf Vorrat 😉


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Monatskalender 2011 – Mai

Erich Kästner

Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

Gäbe es keine japanischen rosa Kirschblüten

Gäbe es keine japanischen rosa Kirschblüten,

der Frühling wäre um einiges weniger

reich an Romantik.

©swisspoesia


Der Sechseläuten Böög starb nach 10 Minuten und 58 Sekunden

Die Verbrennung des traditionellen Sechseläuten Böögs gehört bereits wieder der Vergangenheit an.  Bei strahlend schönem Wettter und Temperaturen von 22 Grad zündeten punkt 18:00 Uhr Schüler den Holzstoos auf dem der von Heinz Warenberger hübsch gemachte Böög thronte an. Der Holzstoos war dieses Jahr etwa höher als sonst. Doch die Flammen scherrte das nicht und so züngelten sie sich relativ rasch zum Böög – dem Objektiv der Begierde – hinauf.

Bald ertönten die ersten Kracher und dann ging alles schnell. Bald konnte der vom Gastkanton Basel-Landschaft gespendete Chiembesen vom Böög nicht mehr gehalten werden und so segelete er zur Erde hinunter. Zwischen 10 Minuten 56/58 Sekunden je nach Messung explodierte der Kopf. Das Zeinchen, welches dem Böög als Kopfbedeckung diente, überlebte und fiel ebenso wie der „Chiembesen“ zur Erde hinunter, wo er brennend liegenblieb.

Schenkt man den Prognosen Glauben, so sollte es einen guten Sommer geben. Allerdings sind die Resultate nicht immer richtig. Da sind die Progenosen Muotathaler Wetterschmöcker schon eher treffender. Diese werden am 29. April 2011 an der Frühjahrsversammlung bekanntgegeben 🙂

Die Brennzeiten des Sechseläuten Böögs zwischen 1952 – 2011 – update

Es ist wieder soweit! Der Frühling ist mit seinem Blust und den bereits sommerlichen Temperaturen früh bei uns eingekehrt.

Alljährlich feiert die Stadt Zürich ihr eigenes Frühlingsfest – das Sechseläuten. Dieses beginnt jeweils bereits am Freitagabend auf dem Lindenhof mit dem Gastkanton. Dieses Jahr ist es der Kanton Basel-Landschaft, welcher uns Zürchern seine Vertreibung des Winters mit brennenden Besen (Chiembesen) vorstellte. Am Sonntagnachmittag werden die Kinder in den Mittelpunkt gestellt. Es findet ein Kinderumzug mit historischen Kleidern statt. Man sieht dann kleine Mädchen in Rokkokogewändern und mit Perücken und die Jungen tragen einen Zylinder. Der grosse Umzug der „Zug der Zünfte“ findet am Montagnachmittag statt. Die Reihenfolge der Zünfte, welche zum Sechseläutenplatz (Platz vor dem Opernhaus Zürich) ziehen, werden vom Zentrallkommitee der Zünfte festgelegt. Auf dem Secchseläutenplatz befindet sich der traditionelle „Sechsiläute Böög“, welcher auf einem hohen Holzstoss thront (dieses Jahr mit einem Chiembesen des Gastkantons BL). Jede Zunft reitet nach Einzug um den Böög herum.  Punkt 18.00 Uhr, wenn der Zeiger auf dem Zifferblatt des „Grossen St. Peter“ rückt, wird der Holzstoos angezündet. Ziel ist es, dass sich die Feuerzungen, schnellstmöglichst zum Böög hinaufarbeiten um ihm an den Kragen zu gehen. Wärenddessen wird die Zeit gemessen. Sobald der Kopf des Böögs explodiert ist, wird die Zeit gestoppt. Die Brennzeit des Böögs verheisst je nachdem einen heissen oder schlechten Sommer.

Am Abend nachdem die Zünfter in Ihre Zunftstuben zurückgekehrt sind oder sich gegenseitig besuchen, findet dann abschliessend für die Bevölkerung ein gemeinsames Wurstbraten am brennenden Holzstoos auf dem Sechseläuten Böögs statt.

Dieses Jahr habe ich mir die Mühe gemacht, mal die Brennzeiten von 1952 bis 2010 auf der Website des „Säcchsilüüte“ anzuschauen und habe mir die Daten notiert. Es wird auf der „Sächsilüüte“ Website Statistiken von 1902 bis 2010 aufgeführt. Allerdings gibt es nicht über jedes Jahr Angaben. Zumal es in dieser Zeitspanne auch zwei Weltkriege gab. Die Brennzeiten bewegen sich zwischen 5 bis 40 Minuten. Nachfolgend habe ich alle Jahre, welche in der Statistik vorhanden sind aufgeführt. Auch einige Jahre welche keine Angaben über die Brenndauer des Böögs vorhanden sind.

 

Ich wünsche allen ein schönes Sächsilüüte und en schnälle Böög 2011

Der Böög 2011 brauchte 10 Minuten und 58 Sekunden nach Telezüri Messung 🙂


19.04.2010 12:54
20.04.2009 12:55
14.04.2008 26:01
16.04.2007 12:10
24.04.2006 10:28
18.04.2005 17:51
19.04.2004 11:07
28.04.2003 05:42
15.04.2002 13:29
23.04.2001 26:23
10.04.2000 16:45
19.04.1999 23:52
20.04.1998 10:13
21.04.1997 07:30
15.04.1996 08:00
24.04.1995 05:51
18.04.1994 21:00 Bögg gestürzt
19.04.1993 11:33 Bögg gestürzt 23:30 Explosion des Kopfes
27.04.1992 10:13
15.04.1991 12:00
23.04.1990 10:30
17.04.1989 24:00
18.04.1988 40:00
27.04.1987 17:00
21.04.1986 14:00
15.04.1985 24:00
09.04.1984 22:00
18.04.1983 24:20
19.04.1982 13:00
27.04.1981 14:10
21.04.1980 17:00
23.04.1979 19:00
17.04.1978 12:00
18.04.1977 27:00
26.04.1976 11:00
21.01.1975 22:00
22.04.1974 05:07
09.04.1973 26:00
17.04.1972 08:00
19.04.1971 05:00
20.04.1970 40:00
21.04.1969 10:00
22.04.1968 05:00
17.04.1967 06:00
18.04.1966 16:00
26.04.1965 20:00
20.04.1964 keine Angaben
22.04.1963 keine Angaben
09.04.1962 keine Angaben
17.04.1961 07:00
25.04.1960 06:00 Bögg gestürzt
20.04.1959 08:00
21.04.1958 08:00
08.04.1957 keine Angaben
16.04.1956 04:00
18.04.1955 keine Angaben
26.04.1954 keine Angaben
20.04.1953 08:00
21.04.1952 06:00