Monatskalender 2011 – Dezember

Der Dezember

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr duerft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Strassen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch!

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reisst die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt für’s Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Erich Kästner (1928)

Ein besinnliches Gedicht zum 1. Advent 2011

Advent

Elise Hennek 

Im Advent bei Kerzenschein
die Kindheit fällt dir wieder ein.
Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
läßt Frieden strömen in unsere Herzen.
Des Jahres Hektik langsam schwindet
und Ruhe endlich Einkehr findet.
Ein Tag, er kann kaum schöner sein,
als im Advent bei Kerzenschein.

Zitat für Freitag, 25. Novmeber 2011

„In diesem Leben können wir keine großen Dinge tun.

Wir können nur kleine Dinge mit großer Liebe tun.“

Mutter Theresa (1910-1997), kath. Ordensschwester & Friedensnobelpreisträgerin

Bauernregel für 21. November 2011 – Es könnte doch noch ein harter Winter werden

Mariä Opferung hell und rein,

bringt einen harten Winter rein.

Sollte diese Regel am heutigen Tag tatsächlich Gültigkeit haben, werden wir auf Grund des heute schönen, klaren Wetters einen schneereichen und harten Winter haben. Lassen wir uns überraschen.

Weisheit über Herzen

Sind die Herzen im Gleichklang,
entwickelt sich auch über hundert Meilen hinweg Freundschaft.
Stimmen die Herzen nicht überein,
ist selbst mit dem Nachbarn kein Umgang möglich.

Kaibara Ekiken (1630-1714)

Japanischer Philosoph und Gelehrter

Bauernregeln für 11.11. – St. Martinstag

11.11

  • Kommt jetzt der Sankt Martin an, zeigt er des Winters Wetter an.
  • An Martini Sonnenschein, da tritt ein kalter Winter ein.
  • Bringt der Sankt Martin Sonnenschein, tritt oft ein kalter Winter ein.
  • Ist es um Martini hell, dann kommt oft der Winter schnell.
  • Ist’s um Martini klar und rein, dann bricht bald der Winter ein.
  • Ist der Martinstag ein trüber Tag, folgt oft ein gelinder Winter nach.
  • Martini trüb – Winter lieb.
  • Einem trüben Martinstag, kein strenger Winter folgen mag.
  • Ist der Martini trüb und feucht, dann wird gewiß der Winter leicht.
  • Wolken am Martinstag – der Winter unbeständig werden mag.
  • Wenn um Martini Nebel sind, dann wird der Winter meist gelind.
  • Sankt Martin kommt nach alter Sitten, auf einem Schimmel angeritten.
  • Sankt Martin reitet auf ’nem Schimmel hinein in den Himmel.
  • Hat der Martini einen weißen Bart, dann wird der Winter lang und hart.
  • Um den Tag des Sankt Martin, liegt oft schon Schnee auf dem Kamin.
  • Gibt’s an Martini noch Laub an den Reben, kann’s einen strengen Winter geben.
  • Wenn alles Laub nicht bis Martini fällt, dann gibt’s ’nen Winter mit großer Kält‘.
  • Ist bis Martini jeder Baum schon kahl, dann macht uns der Winter keine Qual.
  • Mit den Federn der Martinsgans, begann oft der Schneeflockentanz; doch wenn die Martinsgans schon auf dem Glatteis geht, das Christkind dann im Trockenen steht.
  • Bei fetter Gans und Saft der Reben, da laßt den heil’gen Martin leben.

Quelle: Gutzitiert

Martinslied am 11.11.(11)

Martinslied

Wir kommen daher geschritten
Im Namen des heiligen Martin
Wir kommen euch zu bitten

Im Namen des heiligen Martins.
Dem Martinstag zu Ehren
Wollt uns Kindern was bescheren!
Sanct Martin war ein guter Mann,
Er nahm sich der kleinen Kinder an.

Und wenn er auf seinem Schimmel ritt,
So bracht’ er den kleinen Kindern was mit.
So mögt ihr unser gedenken.
Uns Kindern auch was schenken:
Nüss’ und Äpfel und Hingkuchen.
Ihr dürft nicht lang im Hause suchen,
Ihr habt genug an Speis’ und Trank;
Für Nüss’ und Äpfel und Honigkuchen.
Empfangt ihr unsern schönsten Dank.
Mag Gott auf allen Wegen und Stegen
Euch gnädig sein!
Mag Gott euch immer Heil und Segen
Hiernieden verleih’n!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
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