11.02.11 Der Tag der friedlichen Befreiung Ägyptens

Die vier Präsidenten Ägyptens: Nagib, Nasser, Sadat, Mubarak

Der Letzte – Mubarak –  lebt noch und darf sich nun ehemaliger Präsident nennen 🙂

Beharrlich und friedlich, sowie geduldig demonstrierte das ägyptische Volk während achtzehn Tagen gegen das autokratische Regime von Staatspräsident Hosni Mubarak.

Trotz vieler Schwierigkeiten, liessen es sich die Leute nicht nehmen, täglich in Kairo auf den Platz der Befreiung – Midan Tahrir – zu gehen. Viele richteten sich dort sogar ein Lager mit kleinen Zelten ein. Sie hatten ein Ziel erst wieder wegzugehen, wenn Hosni Mubarak zurück- und weggetreten ist. Sie organisierten sich untereinander, teilten Essen und Trinken. Sammelten den Müll ein und machten sauber. Sie skandierten „Es ist genug!“ und „Mubarak hau ab!“ Als gedungene und von Mubarak bezahlte Anhänger sie brutal und mörderisch attackierten, konnten sie sich nicht gleichermassen wehren, denn sie waren alle unbewaffnet. Nur Steine konnten sie als Verteidigungswaffe gebrauchen. Leider mussten viele ihr Leben für eine grosse Sache lassen.

Ein Freund, der zurzeit in der Nähe von Ismāilia bei seiner alten Mutter weilt, berichtete mir am Telefon, das sein Dorf von Mubarak-Anhänger überfallen und siebzehn Mensch erschossen worden sind. Die Muslimbruderschaft gründete dort gleich eine Bürgerwehr und bewacht nun die Häuser. Ich bat ihn auf sich aufzupassen und freue mich, wenn er wieder zurück in die Schweiz käme. Er sagte mir, er wünsche sich dies auch, und hoffe, dass er nicht auch noch erschossen werde. Doch die Armee kam und schützte im ganzen Land  die Bevölkerung. Es bildeten sich überall Bürgerwehren, welche Häuser, Hab und Gut schützten und das Militär blieb ruhig und neutral. Das Militär war in diesem Tagen eine Vertrauensmacht, welche die Kontrahenten nach den blutigen Attacken mit Panzern auseinanderhielt.

Am letzten Sonntag beteten Christen und Moslems gemeinsam für einen Wechsel und eine neue Ära der Hoffnung. Das Volk zeigte gerade an diesem Sonntag, dass Christen und Moslems sehr wohl friedlich zusammenleben und gemeinsam Leiden und nach demokratischer und gesetzlicher Rechte dürsten. Auch in meiner Familie, welche muslimisch ist, wird der Respekt gegenüber Christen wie mich gelebt.

Das Verhalten der ägyptischen Bevölkerung und die vielen Geschichten um diese friedvolle Revolution, welche leider auch Opfer, menschlichen und persönlicher Leiden kostete, bestätigen meinen Eindrücke aufs Neue. Sie liessen sich trotz perfiden Angriffen und Störungen und Drohungen seitens Mubaraks und dessen Entourage nicht ins Bockshorn jagen. Sie wendeten nie Gewalt an und zeigten somit, dass ein Volk auch ohne grosses Blutvergiessen sein Ziel erreichen kann. Die Ägypter sind  friedlich und sozial kultiviert.  Jeder hilft dem anderen. Untereinander lässt man sich nicht im Stich. Die Menschen sind füreinander da. Sie sind, so wie ich es dort immer erlebe herzensgut und empathisch. Die Art wie Ägypten ihren Herrscher zum „Teufel“ schickte zeigt, wie intelligent dieses Volk im Grunde genommen ist. Das macht Ägypten so sympathisch.

„Geduld ist der Schlüssel der Freude“ besagt ein ägyptisches Sprichwort.

Heute am 11.02.11 ist dieses Sprichwort zur wahren Gewissheit geworden. Das ganze Volk jubelt, freut und feiert! Ein wichtiger Schritt ist getan und weitere werden, müssen folgen. Die Euphorie wird dem Land grosse Energie verleihen. Auf einem TV-Sender hörte ich von Jungen, dass sie ihr Land innerhalb eines Jahrzehnts in ein Paradies verwandeln wollen. Ich wünsche es den Ägyptern, meiner Familie und Freunden! Sie haben es verdient in eine interessante Zukunft voller Perspektiven und tollen Entwicklungen zu schreiten und das Land nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Ich bin stolz auf Ägypten und die Ägypter. Meine guten Wünsche und Gedanken aber auch mein Herz begleiten meine Familie, Lieben, Freunde und die Bevölkerung dieses wunderbaren Landes.

Ägypten fesselt wie ein Krimi und betört wie ein teures Parfum.

Omar Sharif (ägyptischer Schauspieler)

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Weihnachtsadressen des Chrischtchindli, Nikolaus, Weihnachtsmann, Santa Claus

Damit auch dein Geschenk in diesen hübschen Schlitten findet und zu dir kommt hier ein paar wichtige Adressen, wo du deine Bestellung aufgeben kannst:

Schweiz:

Chrischtkindli, 3027 Bern-Bethlehem

Deutschland:

Nikolaus, 49681 Nikolausdorf
Weihnachtsmann, 31137 Hildesheim
Weihnachtsmann, 21709 Himmelpforten
Weihnachtsmann, 97267 Himmelstadt
Weihnachtsmann, 16798 Himmelpfort
Weihnachtsmann, 51766 Engelskirchen

Weitere :

Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Kanada 

Santa Claus Nordpolen, Julemandens Postkontor, 3900 Nuuk, Dänemark

Steyr, Oberösterreich, Postamt Christkindl, 4411 Christkindl

Santa Claus, Main Post Office, Santa Claus Village, 96930 Napapiiri, Finnland 

Julenissen, 1440 Drøbak, Norwegen

Schweden, Tomten/Santa Claus, Tomteboda 173 00, Schweden

Ein Geeschenk ist

Sonnenblume mit Glückskäfer

wenn an einem grauen Sommersonntagvormittag beim Fotografieren einer Sonnenblume ein Glückskäfer vor die Linse fliegt.

So etwas nennt man auch Glück und Glück ist ein Geschenk – es ist nicht käuflich sondern fliegt einem zu, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Ein Geschenk ist…

Ein Geschenk ist (1)

 Fotograf: Omar Mostafa, Jahrgang 1999

  

Ist es nicht so, dass wenn man das Wort Geschenk hört, einem zuerst etwas materielles einfällt? Geschenke können materiell, jedoch auch immaterieller Art sein.

Die schönste Form des immateriellen Geschenks ist die Liebe und die Zuneigung und der Respekt den man anderen Menschen entgegenbringt. Es sind die kleinen Gesten, die Hilfsbereitschaft einem fremden Menschen gegenüber. Das Lächeln und die glücklichen Augen sind doch die grösste Ehre, welche wir erhalten und erleben dürfen. Sie lassen mich  ein glückliches Gefühl aufkommen.

Zwei persönliche Beispiele:

Eines Morgens stieg in einer Bahnstation in Zürich aus dem Zug. Es war vor 6.00 Uhr morgens an einem eiskalten Wintertag. Da kam mir eine ältere verzweifelte Frau entgegen. Sie war vermutlich obdachlos und ziemlich heruntergekommen. Sie fragte mich, ob ich ihr vielleicht Fr. 2.00 für einen Kaffee geben würde. Normalerweise öffne ich mein Portemonnaie nie, wenn ich angesprochen werde. Doch in diesem Fall machte ich eine Ausnahme, weil ich es einfach von einem Gefühl her musste.  Ich glaubte der armen Frau und gab ihr Fr. 5.00, damit sie sich noch ein Brötchen zum Kaffee leisten konnte. Die Frau schenkte mir ein so glückliches und dankbares Gesicht. Da ging die Sonne auf. Sie dankte mir herzlich und segnete mich. Es kam grosse Freude in mir auf, einem Menschen mit etwas wenigem geholfen zu haben.

Das andere Beispiel handelte ein paar Schritte weiter. Damals musste ich ein kurzes einfaches Stück Weg am Bahndamm zurücklegen. Als ich in diesen Weg einbog, kam mir ein Drogensüchtiger entgegen. Es war mir im ersten Moment schon etwas mulmig zumute. Dochich versuchte der Furcht entgegenzutreten. Der junge Mann fragte mich nach Feuer für eine Zigarette. Da ich Nichtraucherin bin, musste ich ihm sagen, dass ich kein Feuerzeug hätte. Der Mann fand es gut, dass ich nicht rauchte und wir wechselten ein paar nette Worte. Als wir dieses Stück Weg gegangen waren, trennten sich unsere Wege. Der junge Mann (er war genauso heruntergekommen wie die Frau im vorherigen Beispiel) wünschte mir fröhlich einen schönen Tag und bedankte sich, dass ich so nett zu ihm gewesen sei.

Ich schenkte ihm Respekt und Aufmerksamkeit und er mir seinen aufrichtigen Dank, einen schönen Tagesbeginn und ein glückliches Lächeln. Mehr als ich ihm gegeben habe.

Diese beiden Geschichten sind nun schon über 10 Jahre alt. Ich denke oft an diese beiden wertvollen Menschen, die mich für das Bescheidene, welches ich ihnen gegeben habe, bis heute immer wieder glücklich stimmen und meine Seele tief berühren. Es sind zwei wundervolle Geschenke immateriellen Wertes.

  

Ein Geschenk ist (2)

 

Fotografin: Nermina Mostafa Jahrgang 1999

 

Nermina und Omar die beiden Fotografen  sind ebenfalls zwei grosse unermesslich wertvolle Geschenke. Es sind meine Patenkinder. Sie bereiten mir immer wieder grosse Freude und erfüllen mein Herz mit Glück und Dankbarkeit, dass ich sie kennen und schätzen darf.