Kommentar zur Sonntagsumfrage 20Minutenonline zu Roger Köppel im Fall Hildebrand

«20miuten» ist eine Pendlerzeitung, welche dem linken Mainstream der Schweizer Presslandschaft angehört. Diese Zeitung wird den Pendlern morgen jeweils gratis abgegeben und beinhaltet zirka 20 Mintuen Lesezeit. Ebenfalls ist dieses Medienprodukt auch online abrufbar und besitzt eine Onlineredaktion, welche ständig über Aktuelles berichtet. Leider werden die Artikel auch zum Teil sehr unkritisch und vorschnell ohne gross zu recherchieren, veröffentlicht. Wirklich kritisch wird das Pendlerblatt allerdings nur dann wenn es um die wählerstärkste Partei SVP,  deren Exponenten, die Wochenzeitung «Die Weltwoche» und deren Besitzer Roger Köppel geht. Persönlich stelle ich immer wieder fest, dass eher Tendenziös ohne grosse Recherche berichtet wird und die Sache am Schluss ganz anders aussieht.

Die andere Zeitung um die es in diesem Beitrag geht ist die Wochenzeitschrift «Die Weltwoche». Sie steht politisch in entgegengesetzter Richtung der übrigen Zeitungen im Land. Also rechts. Ein äusserst staatskritisches Blatt. Sie ist erfolgreich im Aufdecken von Missständen, wie zum Beispiel Missbräuche  im Sozialamt der der Stadt Zürich oder wie neuerdings im Fall von SVP Bundestratskandidat Buno Zuppiger wegen eines Erbschaftsbetrug. Sie versteht es ihre Finger auf  wunde Punkte zu legen, um Druck aufzusetzen, dass Missstände beseitigt werden können. Der «Weltwoche» wird daher  immer wieder ungerechtfertiger Kamapagnenjournalismus vorgeworfen, welcher sich dann allerdings als haltlos erweist. In praktisch den meisten Fällen hatte Roger Köppel, sein Team und  deren Zeitung  jedoch immer wieder Recht bekommen, auch von Seiten der Justiz.

Auch im neuesten Fall darf Roger Köppel viel Neid und darum viel Ehr erleben:

So versteigt sich – ein nach Angaben von «20minutenonline» – ehemaliger« NZZ-Redaktor und Bankenkritiker René Zeyer» zum Vergleich der «Weltwoche» mit dem englischen Boulvardblatt «News of the World»,  welche letztes Jahr wegen illegalen Handlungen eingegangen ist. Er stelle Parallen fest.  Meiner Meinung nach ein höchst grotesker Vergleich, welcher jeder Grundlage entbehrt! Es ist nicht denkbar, dass die Weltwoche die gleichen Methoden wie «News of the World» anwendet wie, René Zeyer der 20minuen Leserschaft suggerieren will. Doch es kommt jeoch noch dicker! Er tituliert «die Weltwoche» als Schweizer Boulvardblatt und zum Abschluss kommt er zu der Meinung Roger Köppel müsse gehen…..  Wohin???

Im Gegensatz zu Herrn René Zeyer, ist Herr Roger Köppel ein über die Landesgrenzen hinaus erfolgreicher und bekannter Journalist. Die Wochenzeitschrift «Die Weltwoche» gehört ihm alleine. Er ist zudem dessen Chefredaktor.  Über den beruflichen Werdegang von René Zeyer kann ich nichts berichten. Er und seine journalistischen Leistungen sind mir nicht bekannt.

Offenbar ist auch der Journalist des Artikels  mit der SchlagzeileJetzt gerät die «Weltwoche» ins Visierund seine  Onlineredaktion,  nicht ganz im Bilde,  was Herr Köppel anbelangt und  bläst munter – weil die Mehrheit der meist linken Leserschaft, welche eher schlecht als recht informiert ist –  ins gleiche Horn und stellt eine seltsame, irritierende Umfrage mit folgendem Resultat ins Netz:

Ich frage mich, wissen die Ja-Sager überhaupt wer Roger Köppel ist und haben alle schon einmal die «Weltwoche» gelesen? Meine spekulative Antwort, 95%, der 62% abstimmenden User haben noch nie « Die Weltwoche» in ihrer Hand gehabt, geschweige sie gelesen oder deren Homepage jemals aufgerufen. Es sind mehrheitlich zeitungsgläubige Menschen, die  alles nachplappern was ihnen die Zeitungen so auftischen. Es wäre schön, die Menschen würden in unserem Lande wieder etwas kritischer werden gegenüber dem was ihnen von Politiker, Parteien und Zeitungen erzählt wird und sollten sich besser informieren. Die Wahrheit hat sowieso niemand gepachtet. Und gerade in Fällen, wie in der Affaire Hildebrand,  sollten wir erst einmal abwarten, was alles noch zum Vorschein kommt. Vielleicht müsste dann zum Schluss nicht Roger Köppel ins «User Nirwana ziehen»“, sondern, diejenigen, welchen voller Neid seinen Abgang fordern. Daher zum Abschluss noch ein Zitat von  Gottfried Keller:

«Es sind nicht die schlechtesten Früchte an denen die Wespen nagen»

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Die Weltwoche hat mehr Fans als der Zürcher Tages-Anzeiger ;-)

Man lästert gerne über die Weltwoche, doch im Gegensatz zum Zürcher Tagesanzeiger hat sie beinahe 2000 mehr Fans 🙂

Gratulation an Die Weltwoche!