Frau Holle’s Weihnachtsgeschenk 2010: Weisse Weihnachten

Wie von den Meteorologen versprochen und noch etwas früher, hat es in der Region Zürich um 10 Uhr leise zu schneien begonnen.

Offenbar hat das Christkind den Wunsch vieler Nostalgiker entsprochen und Frau Holle gebeten, die Kissen richtig zu fürs Weihnachtsfest zu schütteln.

Heute ist Heiligabend und vielen dürfte das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ bekannt sein:

Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee
Still und starr ruht der See
Weihnachtlich glänzet der Wald
Freue dich, Christkind kommt bald

In den Herzen ist’s warm
Still schweigt Kummer und Harm
Sorge des Lebens verhallt
Freue dich, Christkind kommt bald

Bald ist die heilige Nacht
Chor der Engel erwacht
Hört nur wie lieblich es schallt
Freue dich, Christkind kommt bald

Eduard Ebel um 1900

 

Ich wünsche allen meinen Besuchern fröhliche, friedliche und besinnliche Weihnachtstage!

 


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Du bist die Liebe انت الحب

Nach langer Zeit stelle ich wieder einmal eine Übersetzung eines bekannten Liedes der berühmten ägyptischen Sängerin Umm Kultuhm ein. Dr. Mohamed Abdel Aziz hat die wunderbaren Worte dieses Lieder übersetzt und im ersten Band (1997) „Reise durch die Welt der arabischen Poesie“ veröffentlicht.

Das Lied wurde von  Ahmad Ramy verfasst:


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Du bist die Liebe انت الحب


Wie viele Herzen um dich herum träumen

und wünschen sich sehnlichst,

eines Tages dich zu beglücken.

Doch mein Herz ist bereits im Besitz

Dich zu erfreuen und dich zu beglücken,

so wie es der Liebe geziehmt.


Wie lange ist die Nacht zwischen Wachen und Klagen.

Wenn ich die Argwöhnischen tadeln höre,

lache ich nur zutiefst verletzt.

Nie klage ich deiner Liebe wegen,

obwohl mein Verlangen nach dir

mein Herz zerreisst.

Eifersüchtig bin ich auf jene, die dich lieben

und deine Neigung schüren mehr als ich.


Beim ersten Blick schon wusste ich,

dass unser Weg die Liebe ist.

Mir sagte mein Herz als ich nach dir fragte,

die Hölle deiner Liebe ist das Paradies

und ich glaubte was es mir sagte.

Doch deine Liebe hat mich ratlos gemacht

und die Nacht deiner Entfernung lässt mich wachen.


Meine Tränen fliessen

ob du mich verlässt, mich vergisst oder an mich denkst.

Nie klage ich deiner Liebe wegen,

obwohl das Verlangen nach dir mich zerreisst.

Eifersüchtig bin ich auf jene, die dich lieben

und deine Neigung schüren mehr als ich.


Ob liebend nahe oder fern von dir,

ersehne ich mir deine Gegenwart

und halte deine Härte aus.

Auch wenn du weggehst,

bewahre ich dein Versprechen

und bleibe dir verbunden,

sinnend über dein Wesen

und all die gesprochenen Worte zwischen uns.

Obwohl du dich abgesondert hast,

leben meine Gedanken durch dich.

Du bist mir gegenüber und ich vermisse dich

und wenn du fortgehst sorge ich mich um dich.

Meine Nächte vergehen

Zwischen Hoffnung und Zweifel.

Durch deine Liebe, mein Treuer,

wird alles mir möglich hinzunehmen.

Du bist mir gegenüber und ich vermisse dich

und wenn du fortgehst sorge ich mich um dich.


Sehe ich jemanden dich lieben ,

heftig und behutsam , so wie ich,

dann möchte ich reden mit ihm von dir,

um zu wissen, was ihm geschehne ist und mit deiner Liebe

und wie er sie bewahrt.

Ich frage mich, wenn er getrennt von dir ist,

ob er sich auch nach dir sehnt, gleich mir,

und meine Liebe steigt im Herzen auf.

Wie könnte ich je dich entbehren,

noch einem andern mich zuwenden als dir.


Die Hoffnung nach dir belebt mich durch ihr Strahlen,

Nie werde ich einen Augenblick vergessen,

du bist das Verlangen dessen Stimme ich lausche,

immer wenn du dich entfernst von mir.

Du bist die Liebe ohnegleichen,

ob sie mich glücklich oder elend macht.

Seit 190 Jahren „Stille Nacht Heilige Nacht“

Heute für genau 190 Jahren (1818) wurde das wohl meistbekannte und beliebteste Weihnachtslied der Welt „Stille Nacht Heilige Nacht“ in der Kirche „St. Nikolaus“ in Oberndorf bei Salzburg (Österreich) durch den damaligen Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber sowie den Hilfspriester Joseph Mohr uraufgeführt.

Mohr hatte den Liedtext bereits 1816 in Mariapfarr im Lungau geschrieben. Gruber komponierte dann vor Weihnachten 1818 eine Melodie zu diesem Gedicht. Über die Motive, die zur Entstehung des Liedes führten, gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Eine Vermutung lautet, dass das alte Positiv der Kirche nicht bespielbar gewesen sei und Mohr und Gruber deshalb ein Lied mit Gitarrenbegleitung schufen. Um die Uraufführung von Stille Nacht ranken sich viele Legenden und romantische Geschichten, die die Entstehungsgeschichte mit anekdotischen Einzelheiten ausschmücken. Text und Melodie begeisterten die in der Kirche anwesenden Gemeindemitglieder. Begleitet wurde der Gesang in der Uraufführung nur durch eine von Mohr gespielte Gitarre.

Dass dieses Lied aus dem kleinen Dorf in das Land hinausgetragen wurde, wird dem Orgelbaumeister Mauracher aus Fügen (Zillertal) zugeschrieben. Als er 1833 mit anderen Musikern Tiroler Lieder in Leipzig vorführte, gewann vor allem diese Melodie die Aufmerksamkeit des Publikums. Von dort aus trat es seinen Siegeszug durch die deutschen Länder und um die ganze Welt an. Heute gibt es Übersetzungen in mehr als 300 Sprachen und Dialekte.

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Hier der Originaltext des Liedes, welches 6 Strophen hat:

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Alles schläft; eynsam wacht
Nur das traute heilige Paar.
Holder Knab’ im lockigten Haar,
Schlafe in himmlischer Ruh!
Schlafe in himmlischer Ruh!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Gottes Sohn! O! wie lacht
Lieb’ aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund’.
Jesus! in deiner Geburt!
Jesus! in deiner Geburt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die der Welt Heil gebracht,
Aus des Himmels goldenen Höh’n
Uns der Gnade Fülle läßt seh’n
Jesum in Menschengestalt!
Jesum in Menschengestalt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Wo sich heut alle Macht
Väterlicher Liebe ergoß
Und als Bruder huldvoll umschloß
Jesus die Völker der Welt!
Jesus die Völker der Welt!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Lange schon uns bedacht,
Als der Herr vom Grimme befreyt,
In der Väter urgrauer Zeit
Aller Welt Schonung verhieß!
Aller Welt Schonung verhieß!

Stille Nacht! Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht
Durch der Engel Halleluja,
Tönt es laut bey Ferne und Nah:
„Jesus der Retter ist da!“
„Jesus der Retter ist da!“

Neid

Auch im Orient gibt es Neid wie überall sonst auf der Welt. Von dem blieb auch die grosse ägyptische Sängerin Umm Kulthum nicht verschont. Sie hatte viele Freunde und auch solche, welche ihr ihren Erfolg nicht gönnten oder Angst hatten in ihrem ewigen Schatten zu fristen.

Einer dieser Freunde – ebenfalls ein grosser Sänger Namens Mohamed Abdel Aziz – hat für Sie extra dieses tröstenden Lied „Neid“ komponiert und in Worte gefasst. Es wurde von seinem Namensvetter Dr. Mohamed Abdel Aziz auf sehr einfühlsame Art und Weise übersetzt und nachgedichtet:

Neid

(Mohamed Abdel Aziz)   

Sie haben Gründe

Dich zu beneiden

In Ihrem Himmel

Bist Du der Mond

Und sie sind nur

Kleine Sterne 

In Ihrer Wüste

Bist Du

Eine wunderschöne Sanddüne

Welche die Sonne

Zweimal am Tag küsst!

Und der Mond

Die ganze Himmel umarmt

Uns sie fühlen sich wie

VerlasseneWertlose Steine 

In Ihrer Luft

Bist Du

Der Jasminduft

Und sie fühlen

Ein Dasein

Ohne Zukunft Deine Kunst

Wird von allen beurteilt

Wunderbar

In Deiner Anwesenheit

Fühlen sie sich

In Gefahr

Ihre Schwäche

Können sie nicht verstecken

Und ein Leben mit Dir

Ist für sie nicht vorstellbar 

Deine Schönheit ist für sie

Ein Feuer

Das sie brennt

Sie wollen nicht

Dass man Dich Königin nennt 

Meine Königin

Dein Reich besteht

Nicht nur aus Neider

Der grösste Teil

Deines Volkes liebt Dich

Und ist stolz

Dich als Königin

Auf ewig Zu haben