– Wir können uns auf „Weisse Weihnachten“ freuen

Am 25. Oktober 2013 tagten unsere Innerschweizer Wetterschmöcker  und gaben unternstehende Prognosen ab.

Geht es nach den Mouathathaler Wetterfröschen, steht uns wieder ein kalter und eisiger Winter bevor. Auch auf „Weisse Weihnachten können wir uns wieder freuen 🙂

 

Mitteilungen der Innerschwyzer Meteorologen No. 63

Monatskalender 2012 – Dezember

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Christbaum

Wilhelm Oberdieck

Und einen Tannenbaum für alle Welt,
Der immergrün die hohen Zweige breitet,
Den hat der wahre Christmann aufgestellt,
Und dran ein Theil für Alt und Jung bereitet.

Er wurzelt tief in dunkler Erde Schooß,
Doch ragt sein Haupt bis in des Himmels Sphären;
Er grünt am Eis des Nordens weit und groß,
Wie er sich spiegelt in des Indiers Meeren.

Dran hat der Herr durch seiner Engel Hand
Die ew’gen Stern‘ als Lichter angezündet;
So strahlt im Glanz er über Meer und Land,
Und leuchtet hell, wenn Mond und Sonne schwindet.

Erkennt ihr nicht den immergrünen Baum?
Sein Nam‘ ist Hoffnung seit uralten Zeiten;
Sollt‘ er nicht auch – nicht nennt es eitlen Traum –
Um euer Haupt die duft’gen Zweige breiten?

Und aufgehängt an seinen Aesten ist
Manch gold’nes Glück, manch silberhelle Freude;
O schaut ihn an – und euer Herz vergißt,
Was je ihr duldetet in Furcht und Leide.

Und uns’re Wünsche und Gedanken sehn
Wir allzumal an seinen Zweigen hangen;
Doch nimmer reicht zu ihren fernen Höhn
Der Menschen Hand, noch irdisches Verlangen.

Drum zu dem heil’gen Christ an jedem Tag
Aufrichten wollen wir die Händ‘ und flehen:
Du wollst uns geben, was uns frommen mag,
Und wollst mit Lieb‘ auf deine Kinder sehen.

Laut Muoatathaler Wetterfröschen Grosse Chancen auf weisse Weihnachten 2012

Am 26. Oktober 2012 tagten die berühmten Muoatathaler Wetterschmöcker um ihre Wetterprognosen für Winter/Frühling 2012/13 bekanntzuben.

Es sind sich beinahe alle einig, dass wir auch 2012 wieder weisse Weihnachten erleben dürfen. Auch Schneefans dürfen sich freuen. Es wird vermutlich ein schneereichen und kalter Winter erwartet.

Der Frühling wird sich 2013 – so sind sich alle Wetterfrösche einig – recht früh ins Land ziehen.

Wir sind natürlich alle gespannt, wie recht unsere Innerschwyzer Wettermeteorolgen, welche die Natur genau seit Jahren genaustens beobachten, rechthaben.

Chronologie der «Zürcher Seegfrörni 1963»

Dieses Jahr erleben wir wieder einmal einen Winter, welchen Seen gefrieren lassen. Allerdings sind es nur kleinere oder Teile von grösseren Seen.

Vor 49 Jahren war es das letzte Mal, dass der ganze Zürichsee zugefroren und begehbar war. Mir ist ein Büchlein aus diesem eiskalten Winter und über die  «Zürcher Seegfrörni 1963» in die Hände gefallen.  Das Büchlein wurde von Herrn Peter Zimmermann illustriert und herausgegeben, wo interessante Daten über dieses Jahrhundertereignis aufgeführt sind:

24. Januar

Erste totale Vereisung des Zürichsees seit 1929. Durchschnittliche Dicke des Eis im unteren Seebecken: 2cm. Verbot, das Eis zu betreten. Absperrung der Zugänge zum See.

25. Januar

Einstellung des Schiffsverkehrs. Durchschnittliche Dicke des Eis in Zürich: 5cm.

26. Januar

Ein leichter Schneefall legt eine isolierende Schicht aufs Eis.

27. Januar

Trotz Temperaturanst

Der Gemeinderat von Männedorf wandert zu einem Freundschaftsbesuch übers Eis nach Wädenswil.

30. Januar

Belastungsproben in Tiefenbrunnen.

31. Januar

Der Polizeivorstand beschliesst, das Eisfeld in der Stadt am nächsten Tag freizugeben. Bildung einer Eispolizei. Durchschnittliche Dicke des Eises: 12.5 cm.

1. Februar

Das Betreten des Eises ist ab 12 Uhr mittags gestattet.

2./3. Februar

Das erste Wochenende auf dem Eis. Schätzungsweise 100‘000 Personen am Sonntagnachmittag auf der Eisfläche in Zürich. Dicke des Eises: 17.9 cm. 100 Verkaufsstände am Ufer. 22 grössere und kleinere Unfälle am 3. Februar. 81 Unfälle am 4. Februar.

3. Februar

Curling Turnier um den «Seegfrörnicup» im Kehlhof.

4./5. Februar

Die städtischen Schulen stellen den Unterricht der «Seegfrörni» wegen an zwei Tagen ein. Lufttemperatur am 5. Februar minus 17 Grad.

6. Februar

Durchschnittliche Dicke des Eises: 22cm.

7. Februar

Probealarm.

9. Februar

Gegen 1‘000 Schulkinder wirken bei Filmaufnahmen auf dem Eis mit.

10. Februar

Sonntäglicher Rekordbesuch auf dem unteren Seebecken. Eisschnelllauf Zollikon-Kehlhof und zurück. Lufttemperatur tagsüber 4 – 5 Grad. Dicke des Eises 26.5 cm.

17. Februar

Schwacher Sonntagsbesuch. Zugänge von Bürkliplatz bis Hafen Riesbach wegen Wasserlachen auf dem Eis gesperrt.

18. Februar

Massiver Schneefall.

19. Februar

Verbot die Eisfläche zu betreten.

24. Februar

Das Betreten der Eisfläche ist wieder gestattet.

25. Februar

Fahnenübergabe des Geb. Inf. Bat. 37 auf dem Eis vor Thalwil.

26. Februar

Bei starken Temperaturschwankungen Beginn der Eispressungen. Durchschnittliche Dicke des Eises in Zürich: 31.6 cm.

4. März

Ein 53jähriger Maurer aus Rüschlikon bricht auf dem nächtlichen Heimweg vor Zollikon im Eis ein und ertrinkt. Das Eis hat im unteren Seebecken mit 36 cm seine maximale Durchschnittsdicke erreicht.

6. März

Vor Oberrieden gerät ein sechsjähriger Knabe in einem Eis Riss und ertrinkt.

8. März

Alle Seegemeinden verbieten das Betreten des Eises nachdem es in der Stadt Zürich während 30 Tagen (1929: 11 Tage) begehbar gewesen ist.

15. März

Bei der Quaibrücke beginnt sich das Eis langsam aufzulösen.

18. März

Mindesttemperatur 15 Grad.

21. März

Frühlingsanfang. Die Eis Front auf dem See zieht sich allmählich zurück.

22. März

Erste Versuchsfahrt der «Wädenswil».

25. März

Die ersten beiden Ledischiffe legen, vom Obersee kommend, in Zürich an.

Die «Seegfrörni» dieser Art kommt sehr selten vor. So berichtet der Chronist Herr Peter Zimmermann dass seit dem Jahre 1233 das Ereignis nach verlässlichen Angaben nur 28mal (inkl. «Seegfrörni» 1963 eingetreten sei:

  • Je zweimal im 13. und 15. Jahrhundert
  • Je einmal im 14. Jahrhundert
  • Je viermal im 16. Jahrhundert
  • Je dreimal im 17. Jahrhundert
  • Je achtmal im 18. Jahrhundert (Es herrschte damals ein kleine Eiszeit Bem. der Autorin)
  • Je fünfmal im 19. Jahrhundert (Kleine Eiszeit dauerte an Bem. Der Autorin)
  • Je dreimal im 20. Jahrhundert, Februar 1907, 1929 und 1963

Impressionen der «Zürcher Seegfrörni 1963»

Bilder sind dem Buch «Zürcher Seegfrörni 1963» von Peter Zimmermann entommen.

Monatskalender 2011 – Dezember

Der Dezember

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr duerft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Strassen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch!

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reisst die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt für’s Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Erich Kästner (1928)

Ein besinnliches Gedicht zum 1. Advent 2011

Advent

Elise Hennek 

Im Advent bei Kerzenschein
die Kindheit fällt dir wieder ein.
Ein Adventskranz mit seinen Kerzen
läßt Frieden strömen in unsere Herzen.
Des Jahres Hektik langsam schwindet
und Ruhe endlich Einkehr findet.
Ein Tag, er kann kaum schöner sein,
als im Advent bei Kerzenschein.

Bauernregel für 21. November 2011 – Es könnte doch noch ein harter Winter werden

Mariä Opferung hell und rein,

bringt einen harten Winter rein.

Sollte diese Regel am heutigen Tag tatsächlich Gültigkeit haben, werden wir auf Grund des heute schönen, klaren Wetters einen schneereichen und harten Winter haben. Lassen wir uns überraschen.

11 Zitate und Gedichte zum Jahreswechsel 2010/11

1.

Begrüsse das neue Jahr vertrauensvoll und ohne Vorurteile,dann hast du es schon halb zum Freunde gewonnen.

Novalis

2.

Prosit Neujahr!
Ob gut oder schlecht, wird später klar,
doch bringst´s nur Gesundheit und fröhlichen Mut
und Geld genug,
dann ist´s schon gut.
Wilhelm Busch


3.

Die Zeit verrinnt, die Spinne spinnt in heimlichen Geweben. Wenn heute Nacht das Jahr beginnt, beginnt ein neues Leben.

Joachim Ringelnatz


4.

Das alte Faß ist ausgetrunken
der Himmel steckt ein neues an,
wie mancher ist vom Stuhl gesunken,
der nun nicht mit uns trinken kann.
Doch ihr, die ihr wie wir beim Alten
mit so viel Ehren ausgehalten,
geschwind die alten Gläser leer
und setzt euch zu den Neuen her!
Georg Christoph Lichtenberg


5.

Jeder hat Grund, den Beginn des neuen Jahres zu feiern. Er hat ja das alte überlebt.

Lothar Schmidt


6.

Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders wird, aber soviel kann ich sagen: Es muß anders werden, wenn es gut werden soll.
Georg Christoph Lichtenberg


7.

Champagner ist der einzige Wein, der eine Frau noch schöner macht, nachdem sie ihn getrunken hat.

(Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour (1721-1764), frz. Adelige, Maitresse Ludwig XV., Förderin d. Wissenschaft u.d. Künste, die am 29.12.1721, also heute genau vor 289 Jahren, geboren wurde.)


8.

Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst.

Henry Ford


9.

Schon wieder Neujahr. Dabei hätte das alte Jahr noch für Monate gereicht.

Unbekannt

10.

Gefriert’s an Silvester zu Berg und Tal,/ geschieht es dies Jahr zum letzten Mal.

Unbekannt

11.

Unsere Silvesterbilanz darf nicht vergessen, auch alle diejenigen Dinge in Rechnung zu stellen, die uns im abgelaufenen Jahr ebenso mißlingen konnten. Das Erreichte wird erst vor dem Hintergrund des Gefährdeten richtig bewertet.
Sigmund Graff (1898-1979), dt. Schriftsteller u. Bühnenautor





Ein Wintergedicht für die letzte Woche im Jahr 2010

Wintergedicht

Unendlich dehnt sie sich, die weisse Fläche,
Bis auf den letzten Hauch von Leben leer;
Die muntern Pulse stockten längst, die Bäche,
Es regt sich selbst der kalte Wind nicht mehr.

Der Rabe dort, im Berg von Schnee und Eis,
Erstarrt und hungrig, gräbt sich tief hinab,
Und gräbt er nicht heraus den Bissen Speise,
So gräbt er, glaub ich, sich hinein ins Grab.

Die Sonne, einmal noch durch Wolken blitzend,
Wirft einen letzten Blick aufs öde Land,
Doch, gähnend auf dem Thron des Lebens sitzend,
Trotzt ihr der Tod im weissen Festgewand.

Friedrich Hebbel 1813-1863

Frau Holle’s Weihnachtsgeschenk 2010: Weisse Weihnachten

Wie von den Meteorologen versprochen und noch etwas früher, hat es in der Region Zürich um 10 Uhr leise zu schneien begonnen.

Offenbar hat das Christkind den Wunsch vieler Nostalgiker entsprochen und Frau Holle gebeten, die Kissen richtig zu fürs Weihnachtsfest zu schütteln.

Heute ist Heiligabend und vielen dürfte das Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ bekannt sein:

Leise rieselt der Schnee

Leise rieselt der Schnee
Still und starr ruht der See
Weihnachtlich glänzet der Wald
Freue dich, Christkind kommt bald

In den Herzen ist’s warm
Still schweigt Kummer und Harm
Sorge des Lebens verhallt
Freue dich, Christkind kommt bald

Bald ist die heilige Nacht
Chor der Engel erwacht
Hört nur wie lieblich es schallt
Freue dich, Christkind kommt bald

Eduard Ebel um 1900

 

Ich wünsche allen meinen Besuchern fröhliche, friedliche und besinnliche Weihnachtstage!